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WINDISCHGARSTEN. Nach rund zwei Jahren Bauzeit wurde die neue Wehranlage am Dambach in Windischgarsten eröffnet. Diese bietet einen Hochwasserschutz für das Ortszentrum und zusätzlich liefert das Kraftwerk Artweger Energie.

  1 / 23   Gebietsbauleiter Klaus Weisser, Bgm. Norbert Vögerl, LR Elmar Podgorschek, Wolfgang Artweger, LAbg. Christian Dörfel, Viktoria Artweger, Projektleiter Wolfgang Gasperl (v. l.), Foto: Egelseder

Sichtlich emotional waren Viktoria und Wolfgang Artweger bei der Eröffnung und Inbetriebnahme des Kraftwerkes. Kein Wunder, denn sie investierten nicht nur 1,1 Millionen Euro für ein modernes Kraftwerk, sondern auch viel Herzblut. „Es ist für die Gemeinde, für meine Familie und mich wahrlich ein Jahrhundertprojekt“, sagte Wolfgang Artweger im Rahmen der Eröffnungsfeier.

Bauvorhaben für den Schutz der Bevölkerung wichtig

Beim Hochwasser 2002 kam es zu massiven Bachaustritten und großen Überflutungen im Ortszentrum von Windischgarsten. „Man hat gesehen, was das Hochwasser für Kräfte hat. Um Haaresbreite ist der Markt nicht komplett überschwemmt worden, deshalb ist das Bauvorhaben für den Schutz der Bevölkerung so wichtig“, betonte Bürgermeister Norbert Vögerl (ÖVP).

100-jährlicher Hochwasserschutz für den Ort

Das Hochwasserschutzprojekt Dambach / Artwegerwehr für einen 100-jährlichen Hochwasserschutz wurde im Auftrag der Marktgemeinde Windischgarsten unter der Federführung der Wildbach- und Lawinenverbauung erstellt. Familie Artweger stimmte dem Abbruch des bestehenden Wehrs zu und ermöglichte somit das Projekt. Zur Erhaltung der Wasserkraftnutzung wurde die neue Wasserfassung zum bachaufwärtigen Bräuhofwehr verlegt. Durch Entfernen des alten Wehrs konnte der Durchfluss­querschnitt derart erhöht werden, dass von nun an ein 100-jährlicher Hochwasserschutz für das Ortszentrum besteht. Zudem ist der Dambach im bearbeiteten Bachabschnitt wieder für Wasserlebe­wesen passierbar.

2,1 Millionen Euro investiert

Die Hochwasserschutzmaßnahmen von rund 2,1 Millionen Euro wurden aus finanziellen Mitteln des Bundes, des Landes und der Marktgemeinde Windischgarsten finanziert. „Dieses Projekt beweist, dass man Hochwasserschutz, Naturschutz und wirtschaftliche Nutzung in einen Einklang bringen kann“, sagte Landesrat Elmar Podgorschek (FPÖ). Landtagsabgeordneter Christian Dörfel (ÖVP) richtete einen Appell an die Grundeigentümer: „Bester Hochwasserschutz funktioniert nur dann, wenn Verklausungen vermieden werden.“

Pfarrer Gerhard Maria Wagner und Diakon Hubert Lösch segneten die neue Wehranlage bevor sie feierlich in Betrieb genommen wurde.


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Geowitz
Geowitz
08.09.2018 16:07

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