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WINDISCHGARSTEN. Viele negative Studien und Mythen über die Milch verunsichern die Konsumenten. In Windischgarsten wurden die Lügen über das nährstoffhaltige Produkt aufgedeckt.

  1 / 4   Die Veranstalter Regina Reiter und Ernst Pürstinger mit Diätologin Ingrid Weilbuchner (v.l.) Foto: Egelseder

Mehr als 650 Interessierte, darunter Bauern, Lieferanten, Handelspartner und Konsumenten, kamen zum Vortrag von Ingrid Weilbuchner über „Die Lüge Milch“ im Kulturhaus Römerfeld. Die Diätologin an der Christian-Doppler-Klinik Salzburg rät, bei Ernährungsstudien aufzupassen, denn es lassen sich keine Schlüsse auf Ursache und Wirkung ziehen. Ein Tipp der Ernährungsexpertin: Den Hausverstand benutzen, Essen mit Maß und Ziel, sich nicht von Statistiken beeinflussen lassen.

Milch ist unersetzbar

Milch ist in unserem Breitengrad ein unersetzbarer Bestandteil der Ernährung. Doch der Kauf von Milchersatzprodukten wie Margarine, Sojasahne, Ersatzmilch und veganem Käse nehmen zu. Für Ingrid Weilbuchner ist es unverständlich, dass Lebensmittel aus dem Labor bevorzugt werden, denn „es gibt keinen Beweis für einen negativen Einfluss von täglich angemessenem Konsum von Milch. Es sprechen sogar viel mehr Gründe für den Milchkonsum als dagegen. Außerdem sind Milchprodukte nicht an der Entstehung von Erkrankungen beteiligt.“ In der anschließenden Diskussion konnten noch offene Fragen beantwortet werden.

Milch-Fakten

  • Milch ...

          ... reduziert das Risiko an Darmkrebs, Bluthochdruck und Diabetes mellitus zu erkranken

          ... verschleimt nicht

          ... erhöht die Knochendichte, die man bis zum 25. Lebensjahr aufbauen kann

          ... verhindert keine Osteoporose, aber begünstigt sie auch nicht

          ... ist Hauptcalciumlieferant

  • Milchfett ist für den Körper sehr leicht verdaulich
  • Joghurt hat eine positive Wirkung auf das Immunsystem
  • Rohmilch war noch nie so sicher wie heute, aber wenn man nicht daran gewohnt ist, bleibt ein Restrisiko.
  • Bei der Erhitzung von Milch gehen nur einige Vitamine verloren, Mineralstoffe und Calcium bleiben enthalten
  • 10 Prozent der westlichen Nation haben eine Laktoseintoleranz
  • 80 Prozent der Käufer laktosefreier Produkte vertragen den Milchzucker

Verzehrsempfehlung pro Tag:

Ein Glas Milch (200–250 ml)

Ein Becher Joghurt (180–250 g)

50–60 g Käse


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