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Winklarner feierten jahrhundertealte Winterwallfahrt zu Ehren des heiligen Antonius

Reinhard Leeb, 17.01.2019 18:25

WINKLARN. Die jahrhundertealte Winterwallfahrt in Gedenken des heiligen Antonius (gest. 356) - der das Mönchtum nachhaltig prägte - halten die Winklarner und viele Landwirte aus dem Bezirk Amstetten weiterhin hoch.

Toni Faber mit dem Winklarner Pfarrer Wieslaw Kudlacik, den Diakonen Johann Braunshofer und Bruno Wagner, den Ministranten sowie allen die "Anton" heißen Foto: Wolfgang Zarl

Prominenter Zelebrant war am 17. Jänner der Wiener Dompfarrer Toni Faber. Der Heilige gab alles auf und schenkte es den Armen - wie er es im Evangelium gehört hat. Das könne man zwar nicht von allen verlangen, so Faber, aber manchmal sei es auch zu wenig einfach nur anständig zu sein. „Mir wird als Anton gerne zu jedem heiligen Anton gratuliert - ob zum Mönchsvater Antonius, zum Anton von Padua oder zum Antonius Maria Zaccaria - meinem tatsächlichen Namenspatron.“ Er freue sich darüber und vertraue auf sie.

Langjährige Tradition

Über Jahrhunderte war der Antoniusaltar Ziel der jährlichen Wallfahrt am 17. Jänner, wird in der Winklarner Pfarrchronik berichtet. Der ursprüngliche Mittelpunkt der Wallfahrt ist das Ölgemälde des Hl. Antonius von Padua, das den Altar ziert. Interessanterweise kamen und kommen die vielen Wallfahrer der Umgebung aber nicht am Fest des Hl. Antonius von Padua am 13. Juni nach Winklarn, sondern am Fest des Viehpatrons Antonius des Einsiedlers am 17. Jänner. Im Jahre 1933 wurde aus diesem Grund ein kleines Relief angebracht, das den Hl. Antonius als Viehpatron dargestellt. Volkstümlich wird er auch „Sau-Toni“ genannt. Toni Faber lädt dazu ein, sich dem Schutz der Heiligen anzuvertrauen.


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