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WOLFPASSING. Lange Zeit war nicht gewiss, wie die Zukunft des Schlosses nach dem Verkauf durch die Bundesimmobiliengesellschaft weitergeht. Jetzt gibt es vielversprechende Zukunftsaussichten

Schloss Wolfpassing
Schloss Wolfpassing

Wolfpassing ist diejenige Gemeinde, die in den letzten Jahren sowohl bezirks- als auch landesweit am stärksten gewachsen ist. Im Bebachtungszeitraum von 2001 bis 2017 wurde hier ein Einwohnerzuwachs von 22 Prozent verzeichnet. Im Vergleich dazu ist das Land Niederösterreich nur um 7,8 Prozent gewachsen, der Bezirk Scheibbs verzeichnete gar keinen Zuwachs.

Besonders am Herzen liegt den Einwohnern von Wolfpassing „ihr“ Schloss im Zentrum der Gemeinde – lange Zeit war nicht gewiss, wie die Zukunft des historischen Gebäudes und des angrenzenden Areals ausschaut, jetzt gibt es vielversprechende Zukunftsaussichten. Zurzeit läuft gerade die Umwidmung des Schlossareals, das seit einem Jahr wieder in „regionalen“ Händen ist. Die Firmen Vonwald, Plan & Bau Management und Schrittwieser, Putz und Fassaden GmbH haben je 45 Prozent Anteil am Areal, die Gemeinde Wolfpassing ist seit zwei Monaten mit zehn Prozent beteiligt.

Nach dem Verkauf durch die Bundesimmobiliengesellschaft stand das Schlossgebäude schon einige Zeit leer. Von den beiden Wohnhäusern, dem „Beamtenwohnhaus“ mit zehn und dem Arbeiterwohnhaus (der „Kaserne“) mit sechs Wohnungen, war insgesamt nur eine Wohnung bewohnt.

Es gibt mehrere Ideen für die Nutzung des Schlosses und des Schlossareals: Zum einen sollen die beiden Wohnhäuser neu belebt werden und in Teilen des Parks unter dem Thema „Wohnen im Park“ Reihenhäuser und Wohnhäuser und auch Grundstücke für die individuelle Nutzung für Einfamilienhäuser entstehen. Der Baumbestand des Schlossparks soll dabei weitgehend erhalten werden und auch unter Berücksichtigung des Denkmalschutzes sollen die neuen Gebäude nicht näher an das Schloss gebaut werden, als das Beamtenwohnhaus.

Im Außenhof ist eine Schaukäserei mit den „Erlauftaler Käsewölfen“ geplant. Betreiber werden Robert Bugl und Georg Wagner sein – zwei Käsemeister, mit langjähriger Berufserfahrung. In der Käserei sollen die traditionellen Käsesorten, der einstigen Wolfpassinger Molkerei wiederbelebt werden, die erste Produktion - nach biologischen Grundsätzen – soll im Herbst starten.

Mit dem Bundesministerium für Landwirtschaft gibt es Gespräche für die Nutzung bestehender Gebäude für eventuelle schulische Zwecke, auch dem Land Niederösterreich wurde eine Nutzung für eventuelle Verwaltungseinheiten angeboten. Ebenso ist man mit der FH Wieselburg und dem Josephinum in Kontakt - insbesondere auch im Hinblick auf die geplante landwirtschaftliche Fachhochschule.

Möglich wäre auch eine Nutzung für wirtschaftliche Betriebe - besonders interessant wäre das für IT-Arbeitsplätze, weil bereits ein Glasfaseranschluss für schnelles Internet vor Ort wäre. Insgesamt ist das Gemeindegebiet von Wolfpassing beinahe flächendeckend mit Glasfaser versorgt.

Das ehemalige Molkereigebäude wird heuer oder im nächsten Jahr abgerissen, weil es in einem abbruchreifen Zustand ist. Dabei muss die Heizung, die sich in diesem Gebäude befindet, für das Schlossareal neu gemacht werden.


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