Dom Alfredo Schäffler: Ein Leben für die Kirche

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Das Buch von Eneas Barros ist im Verlag Nova Alianca Editora erschienen. Foto: zVg
Das Buch von Eneas Barros ist im Verlag Nova Alianca Editora erschienen. Foto: zVg
Karin Novak Karin Novak, Tips Redaktion, 17.01.2021 09:47 Uhr

WAIDHOFEN/YBBS. Morgen, am 18. Jänner 2021, wird der in Waidhofen/Ybbs geborene Dom Alfredo Schäffler 80 Jahre alt. Nun wurde sein Leben und Wirken von über 50 Jahren als Priester in Brasilien, davon 16 Jahre als Bischof in der Diözese Panaíba, in einem Buch festgehalten. 

„Das Buch von Eneas Barros ist nicht so sehr nach meinem Willen entstanden. Auf die Vergangenheit blicke ich mit großem Dank zurück und die Gegenwart versuche ich mit Leidenschaft und Begeisterung zu leben“, so Alfredo Schäffler.

Aufgerüttelt vom Projekt „Sante Rosa“ 

1965 sah Dom Alfredo Schäffler mit seinen Schülern in der Handelsschule in Feldkirch im Rahmen des Religionsunterrichtes beim Schulfernsehen einen Bericht über das Projekt „Santa Rosa“ des damaligen Bischofs Edilbert Dinkelborg von Oeiras in Brasilien. Er sah das Elend und die Not der Menschen in einer Diözese, die flächenmäßig größer war als Österreich. Und er sah einen Bischof, dem nur zehn Priester zur Verfügung standen, in einem Land, deren Leute zu 90 Prozent katholisch waren. Er sah Leute, die zu Fuß und auf dem Maulesel unterwegs waren, um ihre Kinder taufen zu lassen oder Hochzeiten zu feiern. Diese Bilder ließen den jungen Religionslehrer nicht mehr los. „Das ist der Ort, wo der Herr mich hinstellen will, um meine wenigen Talente für die andern einzusetzen.“, erkannte der junge Dom Alfredo Schäffler und reiste 1966 nach San Salvador.

Aufbau einer eigenen Kirche

Zum Priester und später zum Bischof geweiht, bildete er Katechisten aus, gründete Jugendgruppen, kümmerte sich um die Familienseelsorge. Er ließ Altenheime und Sozialzentren bauen. Messen zelebrierte er anfangs an vielen Orten unter einem Mangobaum, bis nach und nach mit der Hilfe vieler Österreicher rund 30 einfache und bescheidene Kirchen und Kapellen gebaut werden konnten. „Dank der großen Hilfen von den kirchlichen Organisationen in Österreich und überhaupt in der westlichen Welt ist das Leben in der Kirche hier viel lebendiger geworden. Wenn wir die Menschen zu einem überzeugten Glaubensleben führen, werden wir auch die sozialen Strukturen verändern. Wir müssen immer neu an die Kraft der Frohen Botschaft glauben und darauf vertrauen“, ist Dom Alfredo Schäffler dankbar für die Menschen, die sich für eine gerechtere Welt einsetzen.

Vom Religionslehrer zum Bischof

Alfredo Schäffler kam am 18. Jänner 1941 in Waidhofen/Ybbs zur Welt. Nach der Matura ging er nach Wien-Strebersdorf, wo er in die Ordensgemeinschaft der Christlichen Schulbrüder eintrat. Er war von 1963 bis 1966 in Feldkirch als Religionslehrer und Erzieher tätig. 1966 verließ er den Orden und ging nach Brasilien. Am 16. Juni 1968 wurde er im brasilianischen Bistum Picos zum Priester geweiht. Neben verschiedenen Seelsorgeaufgaben in Brasilien studierte er ab 1978 Kanonisches Recht an der Päpstlichen Universität Gregoriana in Rom. Ab 1985 war er Pfarrer in Teresina und Bischofsvikar für wirtschaftliche Angelegenheiten.

Bischofsweihe im Jahr 2000

Am 15. März 2000 ernannte ihn Papst Johannes Paul II. zum Koadjutorbischof von Parnaíba. Am 3. Juni desselben Jahres empfing er die Bischofsweihe. Am 21. Februar 2001 wurde Alfredo Schäffler in Nachfolge von Joaquim Rufino do Rêgo, der aus Altersgründen zurücktrat, Bischof von Parnaíba. Papst Franziskus nahm am 24. August 2016 seinen altersbedingten Rücktritt an.

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