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Seit Jahrhunderten „gefeuert“: Kachelöfen sind nach wie vor beliebt

Leserartikel Eva Leutgeb, 01.09.2019 08:00

WALDVIERTEL. Herbstzeit, es beginnt, wieder kälter zu werden. Vielleicht friert es sogar schon im September. Der Sommer zieht sich zurück und die Menschen sich in ihre Häuser. Ein warmes Platzerl im Haus, ein gutes Buch in der Hand, vielleicht noch eine Tasse Tee dazu, vom Fenster sich das nasskalte Wetter anschauen und sich dabei gemütlich an den Kachelofen schmiegen - so fühlt sich Gemütlichkeit an.

Wohlfühlatmosphäre für zu Hause: ein Kachelofen im eigenen Heim; Foto: Scigelova/Shutterstock.com
Wohlfühlatmosphäre für zu Hause: ein Kachelofen im eigenen Heim; Foto: Scigelova/Shutterstock.com

Der Kachelofen ist nicht nur hübsch anzusehen, sondern sorgt für wohlige Wärme und Wohlfühlatmosphäre. Das Holz verbrennt nahezu CO²-neutral. Richtig beheizt ist der Kachelofen somit eine umweltfreundliche Variante. Geringe Betriebskosten und vielfältige Gestaltungsmöglichkeiten sind ein weiterer Grund, warum sich viele für diese jahrhunderte alte Form des Heizens entscheiden.

Viele Gestaltungsmöglichkeiten

Für die klassischen grünen Kacheln kann sich kaum einer mehr erwärmen. Gestaltungsmöglichkeiten gibt es mittlerweile genug. Kreative Köpfe fertigen ihre Kacheln kunstvoll selbst, lassen diese beim Hafner brennen und haben somit einen individuellen Ofen in ihrem Heim. Auf den Blick in die Feuerstelle braucht man heute auch nicht mehr verzichten. Den Kachelofen gibt es mittlerweile mit Glasscheibe oder Panorama-Blick auf die lodernden Flammen.

Alternative Heizmöglichkeit

Oft ist es gut, wenn man im Haus neben einer herkömmlichen Gas- oder Ölheizung eine alternative Heizmöglichkeit hat. Wenn die Grundheizung einmal kaputt geht, dann ist es beruhigend zu wissen, dass man in Ausnahmesituationen nicht frieren muss. Ein Kachelofen kann sogar ins Zentralheizungsnetz angebunden werden und Fußbodenheizung, Heizköper oder Wasser heizen.

Lange Lebensdauer und Romantikfeeling

Ein weiterer Vorteil des Kachelofens ist die lange Lebensdauer. In Burgen und Schlössern kann man heute noch funktionierende und sehr attraktive, aufwendig gestaltete Kachelöfen begutachten. Für große Räumlichkeiten, wie sie dort zu finden sind, war der Kachelofen anno dazumal die einzige Möglichkeit, die Wärme überhaupt gut zu halten. - Ein hervorragender Wärmespeicher also mit Romantikfeeling pur. Der beste Grund überhaupt neben der Umweltfreundlichkeit ist aber die beruhigende und anregende Wärme, die die Muskulatur entspannt, ähnlich der Wärmestrahlung der Sonne.

Gemütlich knistert´s

Eine behagliche Atmosphäre schafft der Kachelofen, das Knistern im Ofen, der Blick auf die lodernden Flammen, das erwärmt an kühlen Herbst- und Wintertagen nicht nur den Körper, sondern auch Herz und Seele.Holz gibt es im Waldviertel zur Zeit genügend und im besten Falle heizt man den Borkenkäfer gleich mit ein.


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