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KIRCHBACH/WIEN. Darf man vorstellen? Sarah Hofer aus Kirchbach (Bezirk Zwettl) und Ines Streif aus Eggenburg (Bezirk Horn), beide Schülerinnen an der Höheren Bundeslehranstalt für Mode in Krems. Sie entwarfen im Zuge ihrer Diplomarbeit ein ganz besonderes Kleid, mit einer ebenso wertvollen Botschaft: „Love accepts more“, kurz „LAmore“.von KATHARINA PRINZ

  1 / 2   Sarah Hofer (1. v. l.) und Ines Streif (4. v. l.) proudly present: „LAmore“. Bernhard Ledinsky (2. v. l.) trägt das Kleid mit Stolz und auch Modedesigner La Hong Nhut ist begeistert. Foto: dorianrammer.at

„Wir sind alle nur Menschen die lieben, dabei macht es keinen Unterschied, wen wir lieben. Wir wollen mit unserer Arbeit dazu anregen, über die Grenzen hinauszudenken“, bringt Sarah Hofer aus Kirchbach (Gemeinde Rappottenstein) die Idee zum Werkstück auf den Punkt. Halb Kleid, halb Anzug – das ist jenes Unikat, das Sarah und Ines mit hochkarätiger Unterstützung von Modedesigner La Hong Nhut kreierten und das jüngst beim Regenbogenball in Wien seinen ersten Auftritt feierte. Klischees und Vorurteile aufzuzeigen und zu brechen, das ist das Anliegen der beiden Schülerinnen. „Wir möchten nicht nur die von unserer Ausbildung geforderten Ziele erfüllen, sondern darüber hinaus auch eine Botschaft transportieren – Liebe akzeptiert einfach mehr, wir unterstützen die Eheschließung für gleichgeschlechtliche Paare in Österreich“, erläutert Sarah Hofer die mutige Botschaft im Tips-Gespräch. Zwar werde die Toleranz diesbezüglich schon größer, dennoch gäbe es auf jeden Fall noch Aufholbedarf.

„Dieses Kleid, sowie die gesamte Arbeit soll ein Statement setzen, das unsere Meinung vertritt und hoffentlich bewirkt, dass diese Botschaft viele Menschen erreicht und sie zum Nachdenken anregt.„ Sarah Hofer & Ines Streif

Nachhaltig

Und sie werden auch nach Vollendung ihres Werkes das Thema weiter hoch halten. Mit Flyern und Mails wollen die beiden demnächst auf die Unterschriftenaktion „Ehe gleich“ (nähere Informationen www.ehe-gleich.at) aufmerksam machen.

Prominente Präsentation

Und wo könnte die Arbeit der Schülerinnen besser präsentiert werden als jüngst auf dem Wiener Regenbogenball? „Auf dieser Veranstaltung darf sich jeder so geben, wie er ist! Es war auch für uns eine Wahnsinnserfahrung, die Menschen dort sind unglaublich offen, respektvoll und herzlich – Model Bernhard Ledinsky – der unser Kleid vorführte, nahm uns unter die Fittiche und stellte uns den Leuten vor“, schwärmt Sarah Hofer vom Wiener Event. Und die Reaktionen auf das besondere Werkstück waren nicht nur durchwegs positiv, es gab sogar die ein oder andere Nachfrage nach einer weiteren solchen Ballmode. Ja und wer weiß, vielleicht hört man schon in Kürze von den zwei angehenden Modedesignerinnen aus dem Waldviertel!


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