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Leserartikel Eva Leutgeb, 26.09.2020 07:07

GUTENBRUNN. Seit 2000 ist Adelheid Ebner die Frau an der Spitze der Marktgemeinde. Nach 20 Jahren ist die 59-Jährige noch immer so gerne Bürgermeisterin wie am ersten Tag. Als ehemalige Bezirksvorsitzende der SPÖ, Landtagsabgeordnete und ehemaliges Bundesrat-Mitglied schaffte sie den „Spagat“ zwischen Gemeinde, Land und Bund.

Bürgermeisterin Adelheid Ebner; Fotos: Marktgemeinde Gutenbrunn
  1 / 3   Bürgermeisterin Adelheid Ebner; Fotos: Marktgemeinde Gutenbrunn

Tips:Wie sieht es mit der Infrastruktur in Gutenbrunn aus?

Ebner: Wir haben sehr viele Betriebe. Nahversorger, Strickwaren-Handarbeit, Fleischer, Trafik, Friseur, Fußpflege, Bankomat und Überweisungsautomat, gute Gastwirtschaften, Maßmodeatelier, Unternehmensberater, Psychotherapeut, Landschafts- und Gartengestaltung, Forstunternehmer, Direktvermarkter, Race Time-Unternehmen, welches die Zeitmessung bei großen Veranstaltungen macht und ein sehr reges Vereinsleben. Gutfit ist ein Fitnessraum, den die Jugend alleine betreibt. Mittlerweile sind dort über 200 Mitglieder. Das wird gut angenommen. Unsere Feuerwehr hat 75 Quadratkilometer zu betreuen – das ist das größte Einsatzgebiet in NÖ – wir betreuen das Gebiet Bärnkopf mit, Gutenbrunn und ein Teilgebiet von Martinsberg.

Tips: Wie blicken Sie als Bürgermeisterin auf die vergangenen Wochen zurück?

Ebner: Es war eine arbeitsreiche Zeit, weil wir das Glasfasernetz ausbauen. Aufgrund der Corona-Situation war es auch eine sehr vorsichtige Zeit. Ich habe einfach gemerkt, dass in der Coronazeit wir Menschen zusammengewachsen sind. Das Miteinander hat sich gefestigt.

Tips:Was sind für Sie in Ihrer Funktion momentan die größten Herausforderungen?

Ebner: Eine Herausforderung war/ist der Wohnbau mit 25 Wohnungen im Endausbau mit einer Ordination - einer Internistin. Die Schaffung von attraktiven Bauplätzen ist wichtig. Wir bekommen acht Baustellen.

Tips:Welche Projekte stehen an?

Ebner: Die Ortsbeleuchtung in Gutenbrunn wird heuer noch komplett auf LED umgestellt. Wir haben zwar schon wieder Ideen, aufgrund der Coronakrise sind die finanziellen Mittel aber ein wenig eingebrochen. Konkret ist noch nichts fix geplant Im Hintergedanken haben wir aber schon wieder Einiges, was wir entwickeln wollen.

Tips:Welche Projekte wurden in letzter Zeit umgesetzt?

Ebner: Das gesamte Ortsgebiet inklusive Ulrichschlag wird mit Glasfaser ausgebaut. Den Ortsteil Poggschlag der Gemeinde Martinsberg nehmen wir noch mit. Bis Ende des Jahres werden die Arbeiten abgeschlossen sein. Das ist nicht üblich, einen Ortsteil einer anderen Marktgemeinde mitzumachen, aber man soll über den Tellerrand der eigenen Gemeinde hinausschauen und von einem Ich-Denken zu einem Wir-Denken umfunktionieren. Damit haben wir auch die Chance, dass sich Menschen und Betriebe ansiedeln. Ich bin überzeugt, dass wir uns zu einer modernen Gemeinde entwickelt haben. Wir haben das einzige Inhalatorium im Bezirk Zwettl. Der ASV (Allgemeiner Sportverein Gutenbrunn) ist saniert und ausgebaut worden. Das Vereinsgebäude vom Stockverein wurde abgerissen und befindet sich gerade im Bau. Vor einigen Jahren wurde das Truckerhaus für den Verein gekauft. Kanal, Kläranlage haben wir voriges Jahr begonnen.

Tips: Worauf sind Sie rückblickend besonders stolz?

Ebner: Gutenbrunn hat sich in den letzten Jahren zu einer lebens- und liebenswerten modernen Gemeinde entwickelt. In einer Gemeinschaft ist Respekt wichtig.

Tips:Was macht die Frau Bürgermeisterin zum Ausgleich?

Ebner: Ich gehe gerne mit meinem Hund Fanni spazieren. Der kommt auch immer zur Jagd mit. Das und Natur beobachten ist für mich Entspannung. Man ist dem Universum so nahe und man bekommt eine Ehrfurcht vor der Natur.


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