Premiere: Waldviertler Volleyballer kooperieren mit IMC FH Krems
ZWETTL. „Es ist eine riesen Sensation und eine Premiere, dass ein österreichischer Sportverein auf eine universitäre Zusammenarbeit bauen kann“, freut sich „Guru“ Franz Ziegler über die noch junge Kooperation, die nun zwischen der Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel (URW) und der IMC Fachhochschule Krems vereinbart wurde. Der Erfolg, den der Waldviertler Volleyballverein derzeit auf allen Ebenen feiert, soll nun durch eine stetige Professionalisierung gefestigt werden.

Spätestens seit dem 3:0 Sensationssieg gegen Ligafavoriten Aich/Dob im Dezember, einem Gegner der vor einiger Zeit noch unbezwingbar schien, ist der Waldviertler Volleyballverein in aller Munde.
International knüpfen die Nordmänner heuer im Zuge der erstmaligen Teilnahme an der mitteleuropäischen Volleyballliga (MEVZA) Kontakte und sammeln dort wertvolle Erfahrungen. „Alleine am ersten MEVZA-Heimspiel-Wochenende gab es über 200 Übernachtungen, über 1000 Besucher besuchten die Zwettler Stadthalle“, resümiert Obfrau Silvia Atteneder stolz.
Auch mit der Nachwuchsarbeit gehe es steil bergauf, sie bilde die solide Basis im Verein. Dafür sorgen nicht zuletzt die beiden Nachwuchstrainer Michal Peciakowski und Rudi Boff, die ein goldenes Händchen für die Jugend beweisen. „Die seit drei Jahren bestehende Kooperation mit der SMS Zwettl ist ein Vorzeigeprojekt im Waldviertel“, betont Obfrau Silvia Atteneder stolz.
Vielversprechende Kooperation mit FH Krems
Dieser Erfolg auf allen Ebenen soll nun unter anderem marketingtechnisch auf eine professionellere Ebene gehoben werden. Dazu wurde Helmut Lux von kpp consulting, ein Freund und Unterstützer des Vereins ins Boot geholt. „Es ist bemerkenswert was hier geschafft wurde „, zollt Lux dem „ehemaligen Dorfverein, der nun international agiert“ Respekt.
Der ausgebildete Sportwissenschaftler ermöglichte in weiterer Folge die Kooperation mit der Fachhochschule Krems. So ist einerseits ein Projekt im Bereich e-Marketing geplant: Eine Gruppe von Studenten wird sich der Bestandsanalyse und der darauffolgenden Aufbauarbeit in dem Bereich widmen. Das Konzept soll bereits mit Ende des Sommersemesters präsentiert werden.
Wertschöpfungsstudie in Planung
Andererseits soll es eine Wertschöpfungsanalyse im Zuge einer Masterarbeit geben. „Was bringt der Volleyballverein ganz konkret der Stadt Zwettl oder der Region?“ All das soll ermittelt werden und mache dann die Arbeit leichter, was zum Beispiel die Akquise von Sponsoren angehe, informiert Lux. Zukünftig könnten noch weitere – für den Verein wichtige - Themen durch Masterarbeiten abgedeckt werden.
Win-Win-Situation
„Die Studenten haben damit eine spannende Materie vor sich, und wir holen uns wiederum die externe Expertise“, fasst Lux die beidseitigen Vorteile zusammen. Daraus könne viel Gutes entstehen, sind sich alle Beteiligten sicher.
Die langfristig angedachte Kooperation sei „ein Schritt in eine kontinuierliche Entwicklung zu mehr Professionalität“, ist sich Lux sicher. Obfrau Silvia Atteneder freut sich über seine Unterstützung, mit ihm als Außenstehenden könne neben der Expertise auch andere Blickwinkel gewonnen werden.
Und nicht zu vergessen, komme ein erfolgreicher Verein wie dieser der ganzen Region zugute, egal ob sportlicher, wirtschaftlicher oder touristischer Natur, begrüßt Franz Ziegler den unversitären Zugang.


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