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URW-Obfrau Atteneder: "Waldviertler Volleyballzentrum wäre riesen Chance für Region“

Katharina Vogl, 28.10.2017 07:30

ARBESBACH. Die Volleyballsaison kommt mehr und mehr ins Laufen und mit ihr auch Silvia Atteneder, Obfrau der Union Volleyball Raiffeisen Waldviertel (URW). Nach dem gelungenen Projekt „Stadthalle“ schwebt ihr bereits eine weitere Vision vor: ein Waldviertler Volleyballzentrum für den Nachwuchs.

URW-Obfrau Silvia Atteneder; Foto: URW
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„Ganz bestimmt werden sich viele denken: Wann wird die endlich eine Ruhe geben?“, grinst die quirlige Arbesbacherin Silvia Atteneder. Doch ihr Credo ist klar: Auf den Lorbeeren ausruhen, ist nicht drinnen, im Gegenteil. Vorwärts denken ist ihr Motto und früh genug anfangen, ein Vorhaben - wie jenes des Waldviertler Volleyballzentrums - anzusprechen. Die ersten politisch Verantwortlichen informierte sie bereits von ihrer Vision, im Zuge der nächsten Gelegenheiten folgen weitere Gespräche.

Erfolgreiche Nachwuchsarbeit mit Herz

Der Grund ist leicht erklärt. „Unser Nachwuchstrainer Michal Peciakowski hat ein Händchen für die Kids, er arbeitet mit Herz und versteht es, sie für den Sport zu begeisterten“, fasst Atteneder zusammen. Der 37-Jährige trainiert mit dem Nachwuchs an der Sportmittelschule Zwettl, mit Erfolg. „Mittlerweile melden sich so viele Kinder, dass es kaum zu bewältigen ist.“ Ein Kompliment gebühre ebenso Rudi Boff, der mit den Größeren, der U17 bis U19, arbeitet.

Ein solches Zentrum in Zwettl, in Verbindung mit einer Schule, zu schaffen wäre ideal, ist Atteneder überzeugt. „Ich bin der Meinung, dass nicht alles zentral in Landeshauptstädte verfrachtet werden sollte, sondern dass auch an der Peripherie etwas passieren muss. Und das wäre eine riesen Chance für das Waldviertel.“ Der Ballsport und unsere Region passen für die Arbesbacherin unheimlich gut zusammen, „Waldviertel ist Volleyviertel“.

„Das Ziel wäre, dass im Volleyballzentrum Kids aus dem ganzen Waldviertel zusammenkommen. Die große Vision: Dort auch ein Internat zu etablieren.“ (Silvia Atteneder)

Bis in das kleinste Detail

Genauso engagiert wie sie Pläne und Visionen vorantreibt, wird auch jedes Match unter ihrer Federführung vorbereitet, stets bemüht, so gut wie nichts dem Zufall zu überlassen. Begeistert erzählt sie vom Auftaktwochenende, wo in der Zwettler Stadthalle mit über 1000 Besuchern Oktoberfeststimmung einkehrte. Im Rahmen dieses MEVZA-Turnierwochenendes Ende September, waren Teams aus der Slowakei, aus Slowenien und Kroatien zu Gast in Zwettl. Der Sieg gegen den kroatischen Meister an Tag eins machte den Auftakt perfekt.

Ideen, wie man die sportlichen Aufeinandertreffen zu einem Event aufziehen könne, hat sie zur Genüge, einzig der Platz fehlt oft zur Verwirklichung derselben. „Irgendwie ist die Halle dann doch zu klein für das Drumherum“, meint Atteneder mit einem Augenzwinkern. Eine perfekte Volleyballhalle würde in ihrem Wunschtraum über eine neue, noch größere Anzeigentafel, eine riesige Leinwand und Monitoren links und rechts vom Spielfeld verfügen. Auch schwebt ihr eine große Fanwand vor, auf der die gesamte Volleyballfamilie repräsentiert wird, eine kleine Bühne, wo eine Combo für Stimmung sorgt oder aber eine gut gestaltete Kinderspielecke.

Pro Match sind etwa 15 Leute im Einsatz, die sich vom Aufbau am Spielfeld, über die Garderobe und das Buffet, bis hin zu den APA- und Medienmeldungen, die gleich im Anschluss an jedes Spiel geschrieben werden müssen, kümmern. Bei einem Europacupmatch sind es rund 40 Personen, die im Background tätig sind.

Den VIP-Bereich sowie die Betreuung der Sponsoren nimmt Silvia Atteneder selbst in die Hand. Ebenso die dekorative Gestaltung der Halle. „Wenn die Gäste kommen, möchte ich ihnen ein WOW entlocken.“ Dafür wird auch schon mal Wald und Wiese nach passendem Grün abgesucht und eine Probevase gesteckt.

In fünf Jahren zum Meister

Die Fünf-Jahres-Vision lautet „Österreichischer Meister“ zu werden. Über den Sommer wurden sechs Abgänge verbucht, drei neue Spieler wurden geholt, der übrige Kader von zwölf Spielern mit Nachwuchs-Jungs aus den eigenen Reihen aufgefüllt. Dieses Team soll nun die Basis für die Verwirklichung des großen Traums werden. „Die Stimmung in der Mannschaft ist sehr gut, Smejki der neue Trainer, hat ein Gespür für die Mannschaft“, fasst die Obfrau aus Leidenschaft zusammen.

Erste BL-Bewährungsprobe: Sensationssieg daheim

Die erste Bundesliga-Bewährungsprobe erfolgte am Samstag, 14. Oktober in der Zwettler Stadthalle. Und wer hätte das gedacht: Am Ende bezwangen die Waldviertler mit einer unglaublich kämpferischen Leistung nach zwei Sätzen Rückstand den Ligafavoriten Aich/Dob. Eine kleine Sensation, oder wie Moderator Werner Hahn meinte: „Ein historischer Moment in der Stadthalle Zwettl!“ 

Und die Siegesserie setzt sich fort: Die Waldviertler punkteten schon in der nächsten Woche auswärts gegen Klagenfurt und behielten auch im Spiel gegen Weiz die Oberhand!


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