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KREMS. Über 50 Teilnehmer nutzten die Gelegenheit um sich in der Wirtschaftskammer-Bezirksstelle Krems am 26. Jänner 2016 rund um das Thema „Nachhaltigkeit“ zu informieren, sich mit Experten auszutauschen und konkrete Tipps aus und für die Praxis mitzunehmen.

V.l.: Thomas Hagmann (Bezirksstellenobmann Wirtschaftskammer Krems), Roman Mesicek (IMC FH Krems), Stefan Schrenk (Schrenk GmbH), Josef Hackl (Eaton Industries Austria GmbH), Jasmine Bachmann (eNu), Elisabeth Manhart, Christian Aspöck (Eaton Industries Austria GmbH), Martina Noé (Wirtschaftsforum Waldviertel) und Christof Kastner (Obmann Wirtschaftsforum Waldviertel). Foto: Wirtschaftskammer NÖ

Roman Mesicek, Studiengangsleiter für Umwelt- und Nachhaltigkeitsmanagement an der IMC FH Krems, informierte in seinem Vortrag über die wirtschaftlichen Nutzen und Chancen für Unternehmen, wenn sie sich im Alltag klar zu Nachhaltigkeit bekennen. Diese reichen von finanziellen Vorteilen wie zum Beispiel Umsatzsteigerung oder Kostensenkungen, bis hin zu kulturellen Wirkungen wie etwa eine höhere Zufriedenheit der Mitarbeiter (die sich auch auf die Leistung auswirkt) bzw. einer strategischen Wirkung wie zum Beispiel ein besseres Image und Vertrauen in den Betrieb.

Spannend: Nachhaltigkeitsmatrix

Die Auswirkungen von Nachhaltigkeit für Unternehmen messbar zu machen – das machte Elisabeth Manahrt möglich, sie entwickelte im Zuge ihrer Masterarbeit eine sogenannte „Nachhaltigkeitsprofilmatrix für das Waldviertel“. Besonders interessant war dabei, dass der Faktor „Handschlagqualität“ eine außerordentlich hohe Ausprägung hatte. Die Nutzung von regionalen Netzwerken ist für Waldviertler Betriebe ebenfalls von großer Wichtigkeit.

Zahlreiche Chancen für Unternehmen

Bis dato gibt es eine Vielfalt an interessanten Angeboten für Unternehmen, sich mit Umwelt und Biodiversität auseinanderzusetzen, welche dies sind, darüber informierte Jasmine Bachmann von der Energie- und Umweltagentur des Landes NÖ. Die Palette reicht hier von der Möglichkeit geförderte Beratungen für Unternehmen in Anspruch zu nehmen, mit Mitarbeitern gemeinsam Projekte in der Natur umzusetzen (Corporate Volunteering) bis hin zu klassischen Sponsoringangeboten.

Best-Practice Beispiele

Abschließend präsentierten die Waldviertler Vorzeigeunternehmen Gartenleben GmbH, Eaton Industries (Austria) GmbH und Schrenk GmbH eindrucksvoll, was es heißt Nachhaltigkeit nicht nur in der Unternehmensstrategie verankert zu haben, sondern diese auch im betrieblichen Alltag zu leben! Elisabeth Koppensteiner von der Gartenleben GmbH in Zwettl berichtete beispielsweise von ihrer jüngsten Bio-Produktinnovation für Hunde und Katzen, dem „Schnurrefroh“ und „Wedelfroh“-Vitaldrink. Aber nicht nur mit ihren besonderen Produkten ist Gartenlebe. Christian Aspöck und Josef Hackl von Eaton Industries (Austria) GmbH, dem Elektroindustriebetrieb in Schrems, präsentierten das umfassende Energieeffizienz-Engagement des Unternehmens und die hervorragende Lehrlingsausbildung, die weit über die Grenzen des Waldviertels bekannt ist. Beeindruckende Zahlen kann das Unternehmen auch in der Arbeitssicherheit vorweisen, so konnten die Unfälle von 19 im Jahr 2010 auf nur drei reduziert werden.


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