„Sofortige schnelle Franz-Josefs-Bahnverbindung statt ewiger Autobahn-Diskussion“

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Eva Leutgeb Eva Leutgeb, Tips Redaktion, 18.11.2020 07:00 Uhr

WALDVIERTEL. Die Autobahn bringe für die Region nichts, sondern schaffe nur Gigaliner-Transitverkehr, meint der Mitbegründer der Initiative PRO Franz-Josefs-Bahn, Gerald Hohenbichler: „Dabei ist noch nicht einmal sicher, ob diese überhaupt die Vorprojektphase übersteht – und selbst dann würde die Planungs- und Bauphase noch Jahrzehnte dauern.“

Schnelle Abhilfe sei mit dem Ausbau der Franz-Josefs-Bahn zu schaffen, wissen Hohenbichler und Landeshauptfrau-Stellvertreter Franz Schnabl (SPÖ), die das bei einem Zusammentreffen im NÖ Landhaus diskutierten: „Eine Halbierung der Fahrzeit von über zwei Stunden auf etwas über eine Stunde ist im Bereich des Möglichen. Und das mit einem Bruchteil der notwendigen Mittel, als der Bau einer Autobahn gekostet hätte. Und das innerhalb eines überschaubaren Zeitraums von etwa fünf bis acht Jahren.“ Das ergibt weniger Bodenverbrauch mit klimagünstigem Reisekomfort und eine Chance, die LKW-Lawine im Waldviertel, durch beispielsweise auf die Schiene verlagerbaren Holztransporte, zu stoppen.

Lokalpolitische Provinzpolitik

„Das Waldviertel darf beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs nicht länger benachteiligt werden“, zeigt sich Schnabl enttäuscht über die zaghaften Schritte der zuständigen Landes- und Bundespolitik. Lokalpolitische Provinzpolitik müsse bei der Streckenplanung hintan gehalten werden, wolle man Bahnbrechendes erreichen, meint Hohenbichler und beschreibt das „Allentsteiger Knie“ beziehungsweise die Streckenbegradigung sowie die Aufrüstung auf einen durchgängigen Cityjet-Betrieb „Wien – Gmünd“ als zentrale Bausteine, die einen raschen Effekt in der Fahrzeitverkürzung zeigen würden. Weitblick zeigen die beiden auch, was die europäische Anbindung dieses Projekts betrifft abschließend: „Eine Verbindung Wien-Tulln-Horn-Gmünd-Budweis-Berlin ist keine Utopie, sondern unsere Vision für ein gemeinsames Europa.“

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