Grünen stellen Subventionen in Frage
ZWETTL. Die erste Online-Video-Konferenz mit den Medien hielten die Grünen Zwettl ab. Dabei stellten sie die neuen Vorstandsmitglieder Josef Koppensteiner und Johann Preiss vor. „Mit den zwei neuen Vorstandsmitgliedern sind wir sehr gut aufgestellt“, ist Silvia Moser glücklich. Für die bevorstehende Gemeinderatssitzung ging man auf Punkte aus der letzten Sitzung ein, die man so nicht hinnehmen will.

In erster Linie geht es um die Subventionen im Haushaltsjahr 2021. So sollen diese für Vereine um 50 Prozent reduziert werden. „Das Zweite, was für uns nicht ok ist, ist die Umweltförderungen gänzlich einzustellen. Man entfernt hier Subventionen, die zukunftsgerichtet sind“, äußert sich Silvia Moser. Im Bereich Straßenbau sollen 1,4 Millionen Euro vorveranschlagt sein, während die Umweltförderungen gestrichen werden. Dass das Budgeterstellen in der Krisensituation nicht einfach ist, ist Silvia Moser klar. „Aber warum ist dieses Budget für die Straßen sehr hoch und auf der anderen Seite stellt man Umweltförderungen für die Bürger gänzlich ein“, fragt sich Silvia Moser. Grüne-Bezirkssprecher Andreas Piringer über ein unzureichendes Radwegenetz: „Jetzt ist die Chance mit den Landesförderungen Signale zu setzen. Da gibt es 100 Prozent Förderungen. Das ist mir ein Rätsel warum da nichts passiert.“
Es fährt ein Zug nach nirgendwo
Vor zehn Jahren wurde der Personenzugverkehr Schwarzenau – Zwettl eingestellt. Damals wurde symbolisch ein Trauermarsch am Bahnhof abgehalten. Ewald Gärber wünscht sich eine gute Anbindung an den öffentlichen Verkehr und an die Franz Josef-Bahn, zum Beispiel, dass man mit den Bussen Fahrräder mitnehmen kann. „Das war in Zeiten des Personenverkehrs mit dem Zug überhaupt kein Problem“, so Gärber, „wir sind die dritte Bezirkshauptstadt, die keine Anbindung an das Schienennetz hat“.


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