10.000 Menschen gedachten der Befreiung des Konzentrationslagers

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  • Erstellt von: Margarete Frühwirth
  • Datum: 06.05.2018
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MAUTHAUSEN.  Rund 10.000 Gäste besuchten heuer die Befreiungsfeier des Konzentrationslagers Mauthausen. Schwerpunktthema war dieses Jahr "Flucht & Heimat. Rund 100 Delegationen und Opferverbände sowie Österreichs Staatsspitze gedachte der Opfer des Nazi-Regimes: Bundespräsident Alexander Van der Bellen sowie sein Amtsvorgänger Heinz Fischer, Kanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und Parlamentspräsident Wolfgang Sobotka (ÖVP). Das Land Oberösterreich wurde vertreten von Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) sowie die Landesrätin Birgit Gerstorfer (SPÖ). Willi Mernyi, Vorsitzender des Mauthausen Komitee Österreich, rief zu Solidarität und Menschlichkeit auf und schlug eine Brücke zur Gegenwart: "Menschen, die vor 80 Jahren in ein anderes Land flüchten mussten haben alles verloren. Ihre Heimat wurde zu einem fremden Ort. Auch heute müssen Menschen flüchten. Es liegt an uns, ihnen zumindest ihre Würde zu erhalten." Der gemeinsame Auszug gilt als symbolischer Akt der Befreiung am 5. Mai 1945.

Feier am Gedenkstein zur Mühlviertler Menschenhatz

Bundespräsident a. D. Heinz Fischer hielt einige Stunden später in Ried/Riedmark eine bewegende Rede: "Um für die Zukunft zu planen, müssen wir die Gegenwart kennen. Um die Gegenwart zu gestalten, müssen wir aus der Vergangenheit lernen. Ich bin dankbar, dass diese Tradition des Gedenkens und Erinnerns jetzt schon seit über zwei Generationen aufrechterhalten wird. Verschiedene alarmierende Signale und Entwicklungen in Europa zeigen, wie wichtig das ist". Unter den Gästen fanden sich unter anderem der Präsident Comité International de Mauthausen Guy Dockendorf (Luxemburg), Sabine Schatz (Abgeordnete zum Nationalrat), Zeitzeugin Anna Hackl und Vertreter der Bewusstseinsregion.

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