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Dafür das Autobau eine Kunst ist, gibt es relativ wenig Modelle, die als Kunstwerk gelten dürfen. Eines davon ist der neue DS N° 4.
 

DS N°4
  1 / 61   DS N°4

Die Marke DS ist ein Unikum auf dem heimischen Markt. Ihre Verkaufszahlen sind überschaubar, ihre optische Präsenz dafür unübersehbar. Ein DS-Modell wird niemals nicht auffallen im Straßenverkehr, wird immer für Aufsehen erregen, so viele neue BYD&Co. können da gar nicht darum herum stehen. Freilich sind die neuen Ankömmlinge aus China für DS eine Herausforderung. Die man zuletzt mit dem Flaggschiff DS N°8 und dem aktuell aufgefrischten DS N°4 auch akzeptiert.

 

Die neue Schreibweise suggeriert nochmal einen Schritt hin zu edler Ware, welcher auch glaubwürdig in Szene gesetzt wird. Nummer Vier ist ein Sammelsurium an optischen Finessen und Aufregern, dass einem nur schwindelig wird. Wo sich andere mit einzigartigen Proportionen, markanten LED-Lichtern, einer originellen Front, stilbildenden Kanten oder einem schnittigen Heck zufriedengeben, hat der DS alles davon. Dass er trotzdem nicht martialisch wirkt und auch die großen 20“ Zöller nicht zu dick auftragen, ist schon eine starke Ansage.

 

Gleiches Szenario im Interieur. Da gibt es so gut wie nichts, was nicht auch einen Auftrag in Sachen Design zu erfüllen hat, selbst die wenigen Schalter unter dem 10“ Touchscreen haben sich in schickes Silber geworfen. Die von uns getestete Top-Version „ÉTOILE Nappaleder“ hüllt den gesamten Innenraum in feinstes Leder, die Sitze glänzen zusätzlich mit einem „Bracelet“-Finish. Fein verarbeitet ist das alles sowieso, weshalb die üblichen germanischen Konkurrenten eigentlich gar keine sind. Der DS N°4 ist in seiner Gesamtwirkung einzigartig.

 

Was uns weniger überrascht hat als die recht bunte Antriebspalette des Franzosen. Mit Diesel, Hybrid, Vollstromer und Plug-in-Hybrid bildet der N°4 einfach mal so den gesamten antriebstechnischen Stand der Dinge ab. Zwar gibt es nur jeweils eine Variante, trotzdem kann man sagen, es ist für jeden was dabei. Zumal in dem von uns gefahrenen Plug-in-Hybrid eh zwei Charakter stecken. Im Zuge des Facelifts wurden Akkugröße und Systemleistung verbessert, demnach auch die Spannbreite zwischen elektrisch lautlosem Gleiten und Abruf aller Kräfte.

 

Turbo-Benziner und E-Antrieb lukrieren in Summe 240 PS und 360 Newtonmeter maximales Drehmoment. Unter kompetenter Regie der Siebengang-Automatik sprintet der DS in 7,4 Sekunden auf 100 km/h, die Spitze liegt bei 233 km/h. Am anderen Ende steht eine elektrische WLTP-Reichweite von 81 Kilometern. Eh klar bewegt man sich im Alltag zwischen den Extremen, und das auf höchstem Niveau und ohne je Sorgen über Fahrleistungen und/oder Verbrauch zu haben.  

 

Typisch DS ist Komfort ein zentrales Thema, freilich aufgepeppt mit einer knackigen Note. In Summe Fahrperformance auf höchstem Niveau in quasi allen Lebenslagen, gerne auch in Vollbesetzung mit Blick auf den nicht wahnsinnig großen Kofferraum. Dafür spielt es sonst alle Stückerl, Matrix-LED, riesiges Head-up Display und vieles mehr ist serienmäßig, das „Absolute Comfort Paket +“ (FOCAL Soundsystem, klimatisierte Massagesitze) wäre der Stimmigkeit wegen eine Empfehlung. Das sollte bei 53.200,00 EUR für den N°4 Plug-in-Hybrid 240 Étoile Nappaleder auch nicht mehr den Unterschied machen. 

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Echt lässig: Dass es noch einzigartige Autos gibt.  

Echt stressig: Weniger stressig als mutig ist wohl der Preis. 

Echt fett: So komplex das Design so einfach die Bedienung.   

Echt schade: Die mit 7,4 kW etwas maue Ladeleistung. 

Daten DS N°4 Plug-in-Hybrid Étoile Nappaleder

Motor: 4-Zylinder Turbobenziner/E-Motor

Systemleistung: 240 PS

Systemdrehmoment: 360 Nm

Testverbrauch: ca. 6,2 Liter

Vmax: 233 km/h

0 auf 100 km/h: 7,4 Sek

Preis Testwagen ab EUR 53.200,00

Preis Basismodell ab EUR 38.280,00

 

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