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Wenige wissen, dass der Zweite Weltkrieg im Mühlviertel und in Böhmen früher zu Ende war als anderswo.

Mit einem Detektor wurde nach vergrabenen Gegenständen gesucht.
Mit einem Detektor wurde nach vergrabenen Gegenständen gesucht.

Als dieser Widerstand von den US-Soldaten gebrochen war, trafen sie bei Untermoldau auf die deutschen Kämpfer. Hier ergaben sie sich diesen zu tausenden. Auf den weiten Uferwiesen sammelten die Sieger ihre Gefangenen, denn diese gehörten aufgrund einer Abmachung den Sowjets. Russland benötigte sie zum Aufbau der Zerstörungen in ihrer Heimat. Das erfuhren auch die Gefangenen.

Erinnerungsstücke vergraben

In ihrer Verzweiflung entledigten sie sich vor dem Abtransport ihrer geheimen Erinnerungsstücke. So wurde erzählt, dass Familienväter ihren Ehering küssten und diesen unter Tränen im Boden verscharrten. Andere nahmen ihre Kreuze und Heiligenbilder vom Halsband und verfuhren ebenso damit. Der ehemalige Feind sollte sich nicht an ihren Erinnerungen freuen. Nur eine kleine Zahl von den Kriegsgefangenen kehrte nach verbüßter Zeit in die Heimat zurück.

In den letzten Jahren wird aus Böhmen berichtet, dass Erinnerungen deutscher Gefangener zum Kauf angeboten werden. Der technische Fortschritt brachte sie zutage. Mit elektronischen Metallsuchgeräten können diese im Erdboden geortet und geborgen werden. Rosenkränze, Amulette, Medaillen und andere Metallgegenstände werden von Spezialisten gesucht und in Souvenirläden zum Kauf angeboten. So mancher Tourist wird sicher beim Anblick dieser  Erinnerungsgegenstände an einen  Verwandten der Großvätergeneration denken, der im Krieg sein Leben unschuldig gegeben hat. Das Leid mit jenen Menschen in den heutigen Kriegen könnte daran ermessen werden. Die Menschen der heutigen Kriegsgebiete müssten uns bei diesen Betrachtungen Mitleid abzwingen.

Verfasser:Fritz Winkler


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