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AIGEN-SCHLÄGL. Um die Bewahrung und den Erhalt, aber auch um eine zukunftsorientierte Weiterentwicklung geht es bei der Erhaltungszüchtung für den Schlägler Bioroggen. Diese läuft bereits seit einiger Zeit und wird jetzt als Leaderprojekt des Stiftes Schlägl fortgesetzt.
 

  1 / 2   Der Schlägler Bioroggen wird seit 1908 am Stift Schlägl gezüchtet, er gilt als seltene landwirtschaftliche Kulturpflanze.

„Wir stecken mittendrin in der Zucht“, weiß Bioschul-Direktor Johann Gaisberger, dass die Arbeit sehr zeitaufwändig ist: „Von Anfang bis zum Originalsaatgut, das der Landwirt nutzen kann, dauert es schon mal sieben Jahre. So eine Züchtungsarbeit rechnet sich eigentlich nur für große Konzerne und hier geht es stark in Richtung Hybridsorten mit großen Erträgen. Das kann der Schlägler Roggen nicht leisten“, zeigt Gaisberger auf. Umso mehr freut ihn, dass diese qualitätvolle Arbeit fortgesetzt werden kann - nicht zuletzt dank der Förderung durch die Leaderregion Donau-Böhmerwald.

Warum der Schlägler Bioroggen so wertvoll ist, verrät  Magdalena Breuer vom Biokompetenzzentrum, das seit 2011 gemeinsam mit der Bioschule und dem Stift Schlägl an der Züchtung des Getreides arbeitet. „Der Schlägler Bioroggen wird seit 1908 am Stift Schlägl gezüchtet, er ist somit die älteste im österreichischen Zuchtbuch eingetragene Roggensorte und als 'seltene landwirtschaftliche Kulturpflanze' eingestuft.“

Saatgut ist Grundlage für Produktionsprozesse

Das auf drei Jahre angelegte Projekt soll geeignetes Saatgut bringen, das die Grundlage für Verarbeitungs- und Vermarktungsprojekte mit dem Schlägler Bioroggen ist. In erster Linie sollen die Eigenschaften des Schlägler Bioroggens bewahrt und weiterentwickelt werden. Untersucht werden etwa Winterhärte, Beikraut-Unterdrückung, Ertrag, Standfestigkeit, Qualität.

Neben der Arbeit im Zuchtgarten werden auch Feldtage und Expertentagungen abgehalten. Die einzelnen Schritte der Züchtung sollen außerdem bei der Landesgartenschau im Jahr 2019 dem Publikum nähergebracht werden.


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