Seltene Kulturpflanze: Schlägler Biogespräch widmet sich dem Schlägler Roggen
AIGEN-SCHLÄGL. Mit einem Symposium zum Schlägler Roggen und damit erstmals einer Abendveranstaltung starten die 16. Schlägler Biogespräche.

Damit eine seltene landwirtschaftliche Kulturpflanze überleben kann, braucht es jemanden, der sich um deren Züchtungsarbeit annimmt; jemanden, der das Saatgut verwendet und seine Flächen damit bestellt; und jemanden, der das geerntete Korn verarbeitet. Und es braucht Konsumenten, die diese Produkte kaufen. Genau um diese Bereiche geht es beim ersten Biogespräch dieser Saison am 3. Oktober, das sich – erstmals als Abendveranstaltung – ganz dem Schlägler Roggen widmet.
Erfahrungsberichte
Seit 1908 wird die älteste im österreichischen Zuchtbuch eingetragene Roggensorte in Schlägl gezüchtet. Vor acht Jahren übernahm das Biokompetenzzentrum in Schlägl die Erhaltungszüchtung, seit drei Jahren als Leaderprojekt. Heinrich Grausgruber von der Universität für Bodenkultur gibt einen Überblick über die Besonderheiten des Schlägler Roggens. Gerhard Ströck von der Bäckerei Ströck-Brot, die bei ihrem Bio-Ur-Roggenbrot auf den Schlägler Roggen setzt und diesen auf 100 Hektar kultiviert, wird über seine Erfahrungen mit der seltenen Sorte als Brotgetreide berichten. Und das Biokompetenzzentrum stellt sich die Frage „Leben und leben lassen – wie viel ist es dir wert, mir als Produzenten für mein Produkt zu bezahlen?“
Neben einer Verköstigung zu Beginn der Veranstaltung gibt es im Anschluss noch die Möglichkeit zur Diskussion und zur Verkostung von Schlägler Roggen Produkten.


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