„Bin damit aufgewachsen“ - Rene Hofers junge Karriere

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Marlis Schlatte Marlis Schlatte, Tips Jugendredaktion, 23.08.2019 13:51 Uhr

ALBERNDORF. Mit dreieinhalb Jahren lernen andere erst das Dreirad Fahren – Rene Hofer jedoch kam in dem Alter schon das erste Mal mit dem Motocross in Berührung. Von seinen Erfolgen und zukünftigen Zielen erzählt er im Tips-Interview.

Sein leidenschaftliches Hobby hat der 17-jährige seinem Vater zu verdanken. Durch ihn saß er schon in jungen Jahren auf einer Motocross und nahm mit vier Jahren bereits an seinem ersten Rennen teil. Seither hat Rene viele Erfolge zu feiern. „Ein für mich definitiv bedeutendes Jahr war 2016, als ich Welt- und Europameister 85ccm wurde und den ADAC Junior Cup gewann. Ein genauso erfolgreiches Jahr war 2018 für mich, denn da hab ich bis zu meiner Verletzung in allen Rennen dominiert.“ Bei einem Sturz Ende Juli 2018 zog er sich einen Beckenbruch zu, trotzdem schaffte er es in der Gesamtwertung noch auf den dritten Platz. Die Folgen des Sturzes waren eine viermonatige Fahrpause und eine Reha. Lange hielt seine Vorsicht danach allerdings nicht an: „Ganz am Anfang bin ich im Training schon ein bisschen vorsichtiger gefahren, aber nach ein paar Fahr-Tagen hat sich das erledigt. Im Rennen kannst du dir das dann eh nicht mehr leisten“, so der junge Motocross-Fahrer.

Bisher solides Jahr

Trotz der vier Monate, in denen das Training für Rene ausfiel, blickt er zufrieden auf die heurige, noch laufende Saison zurück: „In dieser EM bin ich schon mal fix vierter. Es war ein solides Jahr, nicht perfekt, aber trotz des Beckenbruchs solide.“ Ansonsten blieb der 17-jährige von gröberen Verletzungen bisher verschont: „Eine komplett verletzungsfreie Saison ist eher selten, das sind dann aber eher kleinere Verletzungen, beispielsweise am Arm. Solche passieren eigentlich immer.“ Angst oder Aufregung kennt er keine, die vielen Rennen sind für ihn mittlerweile zur Routine geworden. Auch seine Familie unterstützt ihn in seiner aufstrebenden Karriere sehr. Sein Vater begleitet ihn zu allen Rennen, Mutter und Schwester zu allen in der Nähe liegenden Rennen. Zeit für andere Hobbys bleibt allerdings wenig. „Früher war ich gerne Schi-fahren, aber dafür hab ich jetzt so gut wie keine Zeit mehr.“

Schule an zweiter Stelle

Die Vorbereitungen für eine neue Saison starten bereits im November. Neben den normalen Trainings geht es dafür auch zwei Wochen nach Spanien für eine intensive Trainingszeit. Von Februar/März bis Ende September stehen dann die Rennen an. Pause gibt es für Rene quasi nie, da er sich auch bis zu den nächsten Vorbereitungen mit Fitness fit halten muss. Ab Herbst steht für den Motocross-Fahrer das Maturajahr an. Er kommt in die achte Klasse des Georg-von-Peuerbach Gymnasium, Sportzweig versteht sich. „Die Unterstützung, die ich von der Schule bekomme, wenn Rennen oder Trainings anstehen, ist wirklich enorm.“ Dass die Schule bei seinen Plänen manchmal an zweiter Stelle stehen muss, nimmt er in Kauf. Er hat genaue Ziele, die er für seinen Karrieretraum verfolgt: „Mein Plan ist es auf jeden Fall in die WM zu kommen und um den Titel mitfahren zu können. Momentan steht ein Aufstieg in die WM zur Diskussion, das wird noch verhandelt. Ansonsten geht es für mich nächste Saison in der EM weiter.“

Ohne nicht mehr vorstellbar

Den L17 Führerschein macht Rene hauptsächlich, um sich den Weg zu den Rennen zu erleichtern und seinen Vater mit dieser Aufgabe zu entlasten. Denn seine Leidenschaft liegt trotzdem nicht bei den Autos, sondern beim Motocross fahren. „Ich bin damit aufgewachsen. Im Winter, wenn man bei uns nicht jederzeit fahren kann, merk ich, dass ich unbedingt fahren will. Es ist ohne für mich nicht mehr vorstellbar.“

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