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Ursache für Brand in neugebautem Flüchtlingshaus ist nach wie vor unbekannt

Martina Gahleitner, 01.06.2016 12:26

ALTENFELDEN. Nur wenige Tage vor dem geplanten Tag der offenen Tür und noch bevor die ersten Flüchtlinge hier einziehen konnten, wurde das Asylwerberhaus in Altenfelden ein Raub der Flammen. Seit zwei Uhr morgens kämpfen neun Feuerwehren gegen den Brand und noch immer ist die Feuerwehr vor Ort. An der Brandursache wird ermittelt, Brandstiftung kann nicht ausgeschlossen werden.
 

Neun Feuerwehren rückten aus, um den Brand in dem noch unbewohnten Haus für Asylwerber zu bekämpfen. Das Gebäude ist aber völlig niedergebrannt. Foto: Gahleitner

Neun Feuerwehren rückten gegen 2 Uhr aus, um den Brand zu bekämpfen. Selbst jetzt züngeln aber noch Flammen hoch. Das Gebäude an der Ortseinfahrt von Altenfelden wurde ein Raub der Flammen. Dabei hätten hier in etwa zwei Wochen 48 Flüchtlinge eine neue Bleibe finden sollen.

An der Brandursache wird weiterhin gerätselt, ein Ergebnis der Brandermittler wird frühestens am Nachmittag erwartet. Die Ermittlungen gehen in alle Richtungen, heißt es von der Polizei, auch Brandstiftung wird nicht ausgeschlossen.

Bürgermeister Klaus Gattringer ist angesichts der zerstörten Unterkunft sprachlos: „Wenn es tatsächlich Brandstiftung war, ist das einfach nur traurig. Sie haben dem Asylquartier und den Menschen, die hier einziehen sollten, nicht einmal eine Chance gegeben. Denn wo es Quartiere gibt, gibt es keine Probleme“, schüttelt er fassungslos den Kopf.

Kritik, aber auch viel Hilfsbereitschaft

Zwar hat es in Altenfelden (so wie in vielen Gemeinden auch) Kritik gegen eine Unterkunft für Asylwerber gegeben, im Gegenzug aber auch viel Hilfsbereitschaft. So zeigte sich etwa bei einer Spendenaktion die Bevölkerung sehr großzügig. Auch zu einem ersten Informationsabend für die Helfer kamen außergewöhnlich viele Freiwillige, die mitanpacken wollten.

Das Asylhaus gleicht jetzt einer Ruine und kann nur mehr abgerissen werden. Ob dieses in  Altenfelden wieder aufgebaut wird, könne er nicht sagen, „das ist Sache des Betreibers, also des Bundes“, meint Gattringer. Der Schaden wird mit etwa 300.000 Euro beziffert.


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