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ALTMELON. Rund um Martini landen wieder zahlreiche Gänse am Teller. Fertig zubereitet unterscheiden sie sich kaum, Silvia Bauer, die selbst eine Bio-Gänsehaltung betreibt, erklärt, warum hier trotzdem Welten dazwischenliegen und eine Gans aus der Region auf jeden Fall zu bevorzugen ist.

Ihre 100 Gänse verkauft Silvia Bauer alle ab Hof auf Vorbestellung.
Ihre 100 Gänse verkauft Silvia Bauer alle ab Hof auf Vorbestellung.

Rund 210 Betriebe produzieren und vermarkten österreichweit unter dem Qualitätszeichen „Österreichische Weidegans“, so auch der Biohof Bauer in Schwarzau (Altmelon). „Dies garantiert dafür, dass man ein gutes österreichisches Produkt erhält, Bioprodukte sind zusätzlich noch mit dem EU Bio Logo, mit AT-BIO und der dreistelligen Kontrollstellennummer versehen“, erklärt Silvia Bauer. So unterscheide sich eine Bio-Weidegans von einer Mastgans bereits vom ersten Lebenstag an: „Mehr Platzbedarf im Stall und auf der Weide, mehr Wasserangebot und ausschließlich biologisches Futter und Getreide.“ Durch das langsamere Wachstum von bis zu 28 Wochen wird das Fleisch einer Weidegans geschmackvoller, feinfasriger und zeichnet sich durch besonders niedrigen Bratverlust aus.

Qualität hat seinen PreisDen Mast- oder den in Österreich verbotenen Stopfgänsen geht es bereits viel früher an die Gurgl, was sich auch im Preis widerspiegelt. Während man für eine importierte Stopfgans etwa sechs bis acht Euro pro Kilo bezahlt, muss man für eine Bio-Weidegans mit etwa 12,50 Euro ein wenig tiefer in die Tasche greifen. „Aber wenn man bedenkt, dass eine Stopfgans bei unseren ausländischen Nachbarn maximal zwölf Wochen alt wird, erübrigt sich jede Erklärung“, so Bauer. Leider erfüllt die Mehrheit der österreichweit verzehrten Gänse die hierzulande erforderlichen Qualitätsstandards nicht – bedingt durch Import für Gastronomie und Handel, wie der Österreichische Tierschutzverein aufmerksam macht. Die Weidegans-Züchterin Silvia Bauer appelliert an die Konsumenten, wirklich darauf zu achten, welches Gansl auf den Tisch kommt. Schließlich gibt es diese Spezialität nicht jeden Tag. „Hohe kontrollierte Qualität, kurze Schlacht- und Verkaufswege sollten großgeschrieben werden“.meint die Bäuerin abschließend.


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