Leserbrief: Ohne Mampf kein Kampf
ALTMÜNSTER. Leserbrief eines Feuerwehrmannes an seine Kollegen.

Die anhaltenden starken Schneefälle in der ersten Jännerhälfte haben die Einsatzkräfte auf Trab gehalten. Alleine die vier Altmünsterer Feuerwehren hatten in diesen Tagen mehr als 150 Einsätze zu bewältigen: Bergen hängengebliebener Fahrzeuge, Freimachen von Straßen nach umgestürzten Bäumen oder Abschaufeln von Dächern. Ich ziehe meinen Hut vor meinen Kameraden, die von früh bis spät bei Kälte, Wind und Wetter ohne Murren die Schneeschaufel in die Hand nahmen, um größere Schäden zu verhindern.
Diese Leistungen sind nur möglich, wenn auch die Infrastruktur stimmt: Wenn die Einsatzkräfte nach mehreren Stunden durchnässt und durchfroren ins Feuerwehrhaus zurückkommen freuen sie sich auf wärmenden Tee, eine stärkende Mahlzeit, Kuchen und Kaffee, bevor es wieder hinausgeht in die Kälte zum nächsten Einsatz.
Für all das sorgten – wie bei vielen anderen Großschadenereignissen auch – die Frauen und Freundinnen unserer Kameraden: Sie backten Kuchen, kochten Tee und Kaffee und sorgten dafür, dass unsere Männer wieder satt und gestärkt „an der Front“ ihren Mann stehen.
Auch von „außerhalb“ wurden unsere Feuerwehren unterstützt: Bürgerinnen brachten Kuchen ins Feuerwehrhaus, der „Urzn“-Wirt vom Gmundnerberg lieferte kostenlos mehrmals Mittagessen, der örtliche SPAR-Kaufmann Ferdinand Hufnagl sorgte auch vor und nach den Geschäftszeiten und sogar sonntags für frisches Gebäck, Wurstwaren, Getränke, Milchprodukte und vieles mehr.
Ihnen allen, den Kuchenbäckerinnen, dem „Urzn“-Wirt, unserem „Ferdi“ vom Spar-Markt und unseren Frauen möchte ich auf diesem Wege ein einfaches, aber umso herzlicheres „Danke“ sagen, denn: ohne Mampf kein Kampf.
Klaus Mitterhofer, Feuerwehr Altmünster


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