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BLINDENMARKT. Die Operetten der Herbsttage Blindenmarkt erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Elisabeth Pratscher und Willi Narowetz geben Einblick in das Leben hinter der Bühne.

Debüt und Urgestein: Elisabeth Pratscher und Willi Narowetz werden in der Operette „Frühjahrsparade“ zu bewundern sein. Foto: mott

BLINDENMARKT. Die Operetten der Herbsttage Blindenmarkt erfreuen sich seit vielen Jahren großer Beliebtheit. Elisabeth Pratscher und Willi Narowetz geben Einblick in das Leben hinter der Bühne.von NORBERT MOTTAS

Das Erfolgsrezept der Blindenmarkter Operettenaufführung besteht aus der Kombination aus hohen Qualitätsansprüchen auf der Bühne und einer freundschaftlichen Atmosphäre hinter der Bühne. Das kann Elisabeth Pratscher, die Hauptdarstellerin der heurigen Produktion – „Frühjahrs­parade“ –, erleben. Für sie ist es ihr Blindenmarkt-Debüt und der freundschaftliche Umgang ist ihr vom ersten Tag an aufgefallen. Willi Narowetz wiederum ist ein Urgestein der Blindenmarkter Herbsttage und zugleich ein Kristallisationspunkt, was das Leben hinter der Bühne anbelangt. Mit Pratscher hat er bereits einen Fan mehr. Pratscher: „Ich bin von der ersten Sekunde an ein Fan von Willi. Als ich ihn spielen sah, habe ich Tränen gelacht.“ Narowetz ist ein Naturtalent, der weder eine Schauspiel- noch Gesangsausbildung genoss, aber seit vielen Jahren ein unverzichtbares Ensemblemitglied der Herbsttage ist.

Von der Ballettschülerin zur Opernsängerin

Der Intendant Michael Garschall wurde auf Elisabeth Pratscher aufmerksam, als ihr der Emmerich-Smola-Förderpreis – das ist einer der höchstdotierten Opernpreise – überreicht wurde und das live vom TV-Sender SWR übertragen wurde. Garschall engagierte sie für die Oper in Klosterneuburg und nun auch für „Frühjahrsparade“ in Blindenmarkt.Pratscher hatte ihren ersten Auftritt bereits in Alter von vier Jahren als Ballettschülerin. Ihr Vater bezeichnete sie damals als „unsere hüpfende Liese“. Als Jugendliche wollte sie Tänzerin werden. Bald wurde jedoch ihr Talent zum Singen offensichtlich. Als sie begann Musik zu studieren, hatte sie bereits ihr erstes Engagement bei den Opernfestspielen St. Margarethen absolviert. Damals hatte sie Medizin studiert und dann auf Musik umgesattelt. Heute ist sie gefragte Opernsängerin. „Ich freue mich wieder einmal eine Operette spielen zu dürfen. Da locken ganz andere Herausforderungen als bei der Oper. Da habe ich einiges zu tun, etwa Csardas tanzen. Als Burgenländerin kenne ich natürlich den Csardas schon. Für die Perfektion sorgt die Choreographin Monica I. Rusu-Radman.“

Karajan des Mostviertels

Perfektion ist auch der Anspruch des musikalischen Leiters Kurt Dlouhy. Narowetz nennt diesen den „Karajan des Mostviertels“.  Von Dlouhy sind sowohl Pratscher als auch Narowetz begeistert. „Der Kurt ist die Musik, er liebt die Operette und daher legt  er Wert auf Perfektion. Bei ihm gibt“s kein „passt schon“. Doch wenn wir auf der Bühne stehen sehen wir, dass sich das auszahlt“, erklärt Narowetz. Und Pratscher erklärt: „Wir haben das gleiche Verständnis von Musik und daher eine sehr gute Arbeitsbasis.“

Harte Probenarbeit – familiäres Klima

Die Proben laufen sehr gut, erklären beide. „Wir sind gut in der Zeit und es wird nichts dem Zufall überlassen“. Für Pratscher bedeutet das täglich acht bis neun Stunden harte Arbeit. „Diese Proben laufen sehr harmonisch ab. Wir sind wie eine richtige Familie“, schwärmt Pratscher, die während der Probenzeit in Blindenmarkt wohnt und sich da sehr wohl fühlt. Auch die Besetzung findet Pratscher als sehr gelungen. „Es gibt die unterschiedlichsten Typen und alle ergänzen sich perfekt. Das ist eine Top-Besetzung“, erklärt sie.

Die größten Hits von Robert Stolz

Die Operette „Frühjahrsparade“ könnte man auch als Robert Stolz-Hitparade bezeichnen. Hier sind die größten Hits von Robert Stolz zu hören. Pratscher: „Das sind Lieder, die fast jeder kennt und mitsingen könnte.“ „Frühjahrsparade“ entstand im Jahr 1964 und basiert auf dem Film „Die Deutschmeister“ aus dem Jahr 1955. In dem Film wirken Romy Schneider und Hans Moser mit. In der Operette übernimmt Pratscher die Rolle der Romy Schneider und Narowetz die des Hans Moser. Den Film gibt es im Internet in voller Länge zu sehen.Für die Operette in Blindenmarkt hat Regisseur Gernot Kranner zusätzliche Robert Stolz-Lieder eingebaut. „Kranner hat eine sehr humorvolle und dennoch respektvolle Fassung der Operette geschaffen“, erklärt Narowetz.Aufgrund des guten Rufes der Operetten in Blindenmarkt gehen die Karten weg wie die warmen Semmeln und es mussten schon Zusatzvorstellungen eingeschoben werden. Die Besucher kommen von Wien bis Linz und dank Pratscher natürlich auch aus dem Burgenland.

Die Premiere findet am Freitag, 2. Oktober, statt. Weitere Aufführungen gibt es bis 26. Oktober. Kartenbestellmöglichkeit und Informationen gibt es im Rathaus Blindenmarkt unter der Telefonnummer 07473/66680, im Internet: www.herbsttage.at und per E-Mail: karten@herbsttage.at und via Ö-Ticket.


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