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AMSTETTEN. Am 16. März sind die „Divinerinnen“ anlässlich der Frauenkulturwoche „Ars Femina“ zu hören. Teil des siebenköpfigen Ensembles sind auch die beiden gebürtigen Mostviertlerinnen Stefanie Kropfreiter (Viola) und Erna Ströbitzer (Kontragitarre). Tips bat sie zum Interview.

  1 / 3   Die „Divinerinnen“ präsentieren am 16. März in der Johann Pölz-Halle berührende Melodien der Wiener Musik. Teil des Ensembles sind die Mostviertlerinnen Erna Ströbitzer (stehend 1. v. l.) und Stefanie Kropfreiter (sitzend, Mitte). (Foto: Theresa Pewal)

Seit 2021 verschreiben sich die „Divinerinnen“ den Melodien der Wiener Musik. Das junge Ensemble legt mit ungewöhnlichen Besetzungen den Fokus auf bisher unentdeckte Archivschätze und moderne Kompositionen.

Tips:Was ist das Besondere an eurem Ensemble und wie/wann ist es zur Gründung gekommen?

Stefanie Kropfreiter: Die Idee zur Ensemblegründung hatte Theresa Aigner, sie war es, die alle Musikerinnen zusammenholte. Die ersten Proben fanden im Frühjahr 2020 statt, durch die Covid-Pandemie konnten wir uns der Musik und dem Zusammenspiel ausgiebig widmen. Das Besondere an unserem Ensemble ist, dass viele verschiedene Klangfarben vereint sind, quasi wie ein kleines Orchester. Durch die Zusammensetzung können wir die Wiener Musik daher in verschiedenen Besetzungen mit vielfältigen klanglichen Möglichkeiten interpretieren.

Tips: Warum habt ihr euch mit diesem Ensemble gerade der „Wiener Musik“ verschrieben?

Erna Ströbitzer: Manche unserer Musikerinnen kommen aus der Volksmusik, einige haben durch das Wahlfach „Wean schbüün“ am Institut für Volksmusik und Ethnomusikologie an der mdw, das ist die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien, die Wiener Musik kennen und lieben gelernt, manche kommen aus der Klassik. Gleichzeitig wohnen wir alle in Wien, die Musik hat uns nach Wien gebracht. Da war es für uns naheliegend, dass wir uns mit Wiener Musik beschäftigen und unsere Vielfältigkeit in einem Ensemble gemeinsam zum Ausdruck bringen.

Tips: Was kann man sich als Laie unter dem Genre „Wiener Musik“ vorstellen?

Kropfreiter: Das Genre Wiener Musik klingt für uns zwischen klassischer Musik und alpenländischer Volksmusik. Manchmal bluesig, manchmal kitschig süß, manchmal stampfend, manchmal tänzerisch schwingend, manchmal mechanisch wie eine Spieluhr.

Tips: Was erwartet die Besucher eures Ars Femina-Konzertes?

Ströbitzer: Wir spielen in unseren Konzerten Wiener Musik aus dem 19. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart. Dabei nutzen wir die klangliche Vielfalt unseres Ensembles in verschiedenen Besetzungen und eigenen Arrangements. Auch das Wiener Lied darf nicht fehlen!

Tips: Da ihr bei einer Frauenkulturwoche auftretet: Wie beurteilt ihr die Stellung von Frauen in der (klassischen) Musikwelt?

Kropfreiter: Dass die Fürsorgearbeit vor allem bei Frauen liegt oder von ihnen gemacht wird – was Organisatorisches erschwert –, ist keine Besonderheit in der Musikwelt, sondern etwas Grundsätzliches. Vorhandene veraltete Strukturen gehören definitiv aufgebrochen!

„Divinerinnen“ live
Ars Femina-Konzert
Do., 16. März, 19.30 Uhr
Johann Pölz-Halle Amstetten
VK: Tel. 07472 601-454
Aufhohrchen
So., 14. Mai, 17 Uhr
Festspielhaus St. Pölten
VK: Tel. 02742 908080600
Spielarten Zyklus
Do., 25. Mai, 19.30 Uhr
Konzerthaus Wien
VK: Tel. 01 242002

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