Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ST. PETER/AU. Im Vorjahr war das Schloss St. Peter/Au mit seinem schönen Ambiente erstmals Standort eines der Serenadenkonzerte des Landes Niederösterreich. Mit der Carl-Zeller-Serenade im Schloss St. Peter wurde heuer die seit über 60 Jahren bestehende NÖ-Konzertreihe im Geburtsort Carl Zellers eröffnet.

 (Foto: Hummer)
  1 / 6   (Foto: Hummer)

Als Geburtsort Carl Zellers und mit dem im Schloss untergebrachten Carl-Zeller-Museum bietet sich St. Peter geradezu ideal als Aufführungsstätte für diese älteste durchgehend existierende NÖ Konzertreihe an, soll doch an musikhistorischen Gedenkstätten den Werken des jeweiligen „Genius Loci“ mit namhaften Künstlern ein Podium am „Originalschauplatz“ geboten werden.

Weltstars auf der Bühne

So geschehen also wieder am 1. September im Festsaal des Schlosses, wo ÖVP-Bürgermeister Johannes Heuras und Maria-Diana Engelhardt in Vertretung des Künstlerischen Leiters Michael Linsbauer mit Kammersängerin Daniela Fally und Peter Edelmann zwei absolute Weltstars sowie auch vier Studierende ihrer Gesangsklassen begrüßen und sich für die vorbildliche Kooperation mit Schlossmanagerin Sabine Hummer und den Kulturreferentinnen Susanne Pfaffeneder und Angela Gruber bedanken konnten.

Die musikalische Begrüßung war mit „Grüß euch Gott alle miteinander“ und „Ich bin die Christl von der Post“ – großartig interpretiert von dem jungen Tenor Thilo Cubasch und Sopranistin Celina Hubmann – aus Zellers Operette „Der Vogelhändler“ naheliegend, ehe Peter Edelmanns Sohn Alexander und die Mezzosopranistin Milena Pumberger Ausschnitte aus Lehárs Operetten „Lustige Witwe“ und „Zigeunerliebe“ in überzeugender Manier zum Besten gaben. Alle vier „Nachwuchskünstler“ ließen bereits die meisterhafte Führung sowie kompetente Begleitung und Ausbildung durch ihre Gesangslehrer sowie ein breites Klangspektrum erkennen und konnten mit ihren gelungenen Darbietungen das Publikum im vollen Festsaal begeistern. Ob im  dunklen Timbre eines feurigen Csárdás oder in schwindelnden Höhen mit Spitzentönen des Soprans, ob in der angenehm baritonal gefärbten Tongebung oder auch in beweglich tenoraler Stimmfarbe und weicher Höhe – das alles war in Werken von Carl Millöcker über Leo Fall, Johann Strauß und Emmerich Kálmán oder Victor August Herbert herauszuhören.

Koloraturenstark und edel im Ton

Ob Salzburger Festspiele, Mailänder Scala oder Festsaal in St. Peter – die in Niederösterreich geborene Daniela Fally begeistert ihr Publikum weltweit, besticht wie immer mit glockenreinem Sopran aufgrund gesangstechnischer Perfektion und vereint diese bei diesem Operettenabend mit komödiantischer Lust vom Feinsten. Millöckers „Wir arme Primadonnen“ soll beispielhaft genannt sein. Peter Edelmann wiederum verfügt über einen großen, warmen, edel timbrierten Bariton mit schönem Schmelz und besticht zudem als stets hervorragende Bühnenerscheinung. Ihm war Singen durch seinen berühmten Vater Otto gewissermaßen in die Wiege gelegt, er will das vom Vater Geerbte und in der Opernpraxis Gelernte im Rahmen der Otto-Edelmann-Society an den Sängernachwuchs weitergeben. Thomas Gnedt, der Leiter des Carl-Zeller-Museums, freut sich über diesen Konzertabend sehr: „Ich durfte das Programm ein klein wenig mitbestimmen und werde mit zwei der Darbietungen (aus Zellers ‚Vagabund‘ und ‚Joconde‘) mein Museum musikalisch bereichern können.“

 

 

 

 


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden