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Die Initiativen „Willkommen Mensch“ wurden von Freiwilligen zur Unterstützung von Flüchtlingen begonnen und finden derzeit in mehreren Gemeinden im Mostviertel statt.

  1 / 2   (V. l.) Osama Abo Rshdan, Christian Köstler und Pfarrer Peter Bösendorfer von „willkommen Mensch!“ Amstetten Fotos: Leeb
Die Initiative „willkommen Mensch!“ findet aktuell in etwa zehn Gemeinden im Bezirk Am­stetten statt. Die Gruppierungen in Amstetten und Seitenstetten sollen nur beispielhaft aufzeigen, was private und freiwillige Hilfe für Menschen in Not bewirken kann.   Zwei Raketen ins Wohnhaus Osama Abo Rshdan ist Syrer mit anerkanntem Flüchtlingsstatus. Er ist Arzt. Der Kardiologe war über drei Monate unterwegs auf der Flucht aus seinem Heimatland, wo an einem Abend zwei Raketen in den zweiten Stock seines Wohnhauses eingeschlagen sind, und er keine Erklärung dafür bekam, warum sein Wohnblock beschossen wurde. Er war in Syrien für den „Roten Halbmond“ tätig. Das ist die Entsprechung zur heimischen Institution des „Rotes Kreuzes“. „Aber irgendwann war es verboten, ohne Erlaubnis zu helfen“, erinnert er sich. „Es gab im Land keine Sicherheit, nur immer Angst. Und alle Rechte waren auch nicht mehr da.“   Viel zu kleines Angebot an Sprachkursen Aber auch hier in Österreich war es nicht einfach. Die Sprache zu lernen ist meist die erste Hürde, die es zu bewältigen gilt. „Wir sind dran, Sprache ist der Schlüssel“, erklärt Pfarrer Peter Bösendorfer von der Initiative „willkommen Mensch!“ aus Amstetten. Zurzeit werden Asylanträge von den Behörden recht rasch bearbeitet und vor allem aus den Kriegsgebieten positiv beschieden. Nur haben diese Menschen dann das Problem, dass sie aus der staatlichen Betreuung entlassen werden und alleine versuchen müssten, möglichst schnell hier anzukommen. „Der Staat hat sich nicht die Zeit genommen, die Menschen kennenzulernen“, erklärt Bösendorfer. So gibt es derzeit ein riesiges Problem mit den Deutschkursen. Angeboten werden diese von AMS, Bfi und Diakonie. Allerdings sind die Kosten dafür beträchtlich. 500 Euro kostet ein Level beim AMS. Die Kurse bei der Diakonie sind günstiger, dafür stehen auf der Warteliste mehrere hundert Personen. „Das macht das Arbeiten schwierig und verlangsamt die Integration“ gibt Christian Köstler zu bedenken.   Kontakt über Facebook Beide Initiativen informieren über ihre Tätigkeiten vor allem über Facebook: www.facebook.com/willkommenmenschinseitenstetten und www.facebook.com/pages/Willkommen-Mensch-in-Amstetten

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