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AMSTETTEN. Am Hof des Mostbarons Toni Distelberger wurde jüngst ein neue App für Smartphones und Tablets vorgestellt, die von der Moststraße in Auftrag gegeben und von der Internetagentur Q2E technisch umgesetzt wurde

  1 / 2   (V. l.) Josef Hörersdorfer (Q2E Online-Agentur), Toni Distelberger (Mostbauernhof Distelberger) und Michaela Hinterholzer (Obfrau Moststraße) testen das Birnhirn auf ihren Smartphones. Foto: Leeb

Mit dem Programm „Birnhirn“ kann man nun herausfinden, welche Birnensorte man in der Hand hält. Grundlage für die Datenbank ist die Publikation „Die Mostbirnen. Die Früchte des Mostviertels“ von Martina Schmidthaler aus dem Jahr 2001. Anhand des Wissens aus dem Buch konnte die Online-Agentur Q2E die Datenbank mit etwa 50 Sorten befüllen. Um die Bestimmung auch für den Laien zu ermöglichen, gibt es auch Hilfen im Programm. Eine weitere Funktion des „Birnhirns“ ist es, den Baum zu lokalisieren und zu markieren. Auf der Startseite scheint als Erstes eine Karte auf, auf der die bisher markierten Bäume erkennbar sind. Diese soll sich natürlich füllen, denn insgesamt gibt es in der Moststraße ungefähr 300.000 Birnbäume. „In der nahen Zukunft ist es nun unsere Aufgabe, die Datenbank fein zu justieren und die Ergebnisse zu optimieren. Dazu benötigen wir vielen Menschen, die das Birnhirn benutzen“, erklärt Josef Hörersdorfer von Q2E. Nach der Veröffentlichung sollten nun alle Birnbäume registriert und bestimmt werden. Vor allem die Sortenerkennung braucht noch eine Feineinstellung. So soll über die Jahre ein flächendeckender wertvoller Kataster mit Hilfe von vielen Freiwilligen entstehen. Das Internetprojekt ähnelt damit Projekten wie Wikipedia, wo ebenfalls durch eine Vielzahl an Usern ein gewaltiges Wissenswerk geschaffen wird. Das Birnhirn liefert damit einen wertvollen Beitrag für die Erfassung und den Erhalt alter und regionaler Sorten. Das einzigartige Projekt ist auch schon eine Kooperation mit dem Schneebergland eingegangen, wo vorwiegend Äpfel bestimmt werden sollen.


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