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AMSTETTEN. Die Band Turbobier tourt derzeit durch Österreich, Deutschland und die Schweiz, um ihr neues Album zu promoten. In Niederösterreich sind die Amadeus-Award-Gewinner aus Simmering in der Remise live zu sehen. Tips bat Marco Pogo und Paz Promüü vorab zum Interview.

Foto: Simon Gruber
Foto: Simon Gruber

Tips: Nach Auftritten am Frequency und Nova Rock vor Menschenmassen steht ihr in Amstetten auf der Bühne. Was dürfen sich die Besucher erwarten?

Marco Pogo:Die Besucher dürfen sich all das erwarten, was wir auch vor großen Menschenmengen abliefern. Nämlich a gscheite, energiegeladene Show. Wir machen da kan Unterschied, ob wir vor 5, 50 oder 5000 Menschen spielen.

Baz Promüü:Då håt da Pogo recht. Jede Turbobier-Show is a Party. Das wird auch in Amstetten so sein.

Tips: 2014 habt ihr euer erstes Musikvideo veröffentlich – drei Jahre später einen Amadeus Award in der Tasche und es mit eurem zweiten Album „Das Neue Festament“ auf Platz eins der österreichischen Albumcharts geschafft. Nüchtern betrachtet – wie geht ihr mit eurem Erfolg um?

Marco Pogo:Erfolg kann einem nur zu Kopf steigen, wenn dort genügend Hohlraum vorhanden is. So gesehen san wir dankbar, dass das Ding läuft, und sich Leut“ für das, was wir machen, interessieren. Wir machen“s owa net wegen Chartplatzierungen oder wegen Awards, sondern weil ma Spaß dran håm.

Baz Promüü:Und in dem Moment, wo wir keinen Spaß mehr dran haben, moch ma irgendwas andres. An Streichelzoo eröffnen oder so.

Tips: Die Musikvideos „Verliebt in einen Ki­wara“ und „A Mensch is a Mensch“ am neuen Album sind sehr konträr, sowohl inhaltlich als auch vom Stil. Welchen Stellenwert haben Inhalte, die sich nicht nur um Bier drehen, für euch?

Marco Pogo:Wir håm ja neben der Message, dass Bier die schönste Nebensache der Welt is, auch noch einiges zu sagen. Und je mehr Leut“ einem zuhören, desto wichtiger wird“s, auch andere Inhalte zu bringen. Wir laufen jo mit offenen Augen durch die Welt und natürlich macht man sich da so seine Gedanken. Das sollte eigentlich jeder tun. Wir wollen jetzt net predigen, owa mit welchem Hass sich manche Menschen begegnen, is scho a Wahnsinn. Da wollen wir halt sagen: Seids net so deppat, reicht“s eich die Händ, redts wieder miteinander. Am besten bei an koidn Bier.

Tips: Was ist das Erfolgsgeheimnis eurer steilen Musikkarriere?

Marco Pogo:Das Erfolgsgeheimnis heißt: leiwande Scheibn rausbringen, touren, authentisch sein und dazwischen vü Bledsinn anstellen. Dann rennt das Werkl!

Tips: Wenn ihr euch eine berühmte Persönlichkeit oder Band (tot oder lebendig) aussuchen könntet, um mit ihr auf der Bühne zu stehen oder ein Lied zu produzieren, wer wäre das?

Marco Pogo:Lemmy.

Baz Promüü: Karel Gott. Lebt der überhaupt noch?

Tips: Marco, seit Ende des vergangenen Jahres hast du auch ein eigenes Label – Pogos Empire, unter welchem auch „Das neue Festament“ erschien. Habt ihr schon Bands unter Vertrag und welche Musiker würdet ihr sofort und auf der Stelle unter Vertrag nehmen?

Marco Pogo: Daweil hab i no keine weiteren Acts gesigned, aber da kommt sicher noch was. I will auf jeden Fall was mit den Wiener Bands Reverend Backflash und Igel vs. Shark und auch mit Insanity Alert aus Innsbruck machen.

Tips: Ihr sitzt an einem lauen Sommerabend mit einem kalten Bier in Simmering. Welche Musik läuft im Hintergrund?

Marco Pogo: Oida UK-Punk und dazwischen bissi Rancid.

Baz Promüü:Rawside, Schleimkeim und Kassierer.


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