Management der Heißländen in der Doislau
AMSTETTEN. Das vom Land NÖ und der EU geförderte Projekt „Managementmaßnahmen in der Doislau“ leistet einen wichtigen Beitrag zur Schutzgebietsbetreuung in Niederösterreich und wird im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ durchgeführt. Das berichtet Heidemarie Moser-Sturm

AMSTETTEN. Diese sogenannten Heißländen sind im ehemaligen Ybbsflußverlauf entstandene, trockene und heiße Lebensräume, die zusätzlich von umgebendem Gebüsch vor Windeinfluss geschützt sind. Besondere OrchideenDort gedeihen besondere Orchideen, fliegen gefährdete Schmetterlinge und schwirren seltene Wildbienen von einer Blüte zur nächsten. Gemeinsam mit den Gemeinden Euratsfeld und Amstetten arbeitet die Energie- und Umweltagentur NÖ im Rahmen des Schutzgebietsnetzwerkes NÖ an der aktiven Pflege der naturschutzfachlich wertvollen Heißländen und versucht gleichzeitig Verständnis für die Anliegen des Naturschutzes und die Notwendigkeit von Biotoppflegemaßnahmen zu wecken.
Pflegeeinsätze: aktiv für die Natur
Bereits im Februar 2017 wurde unter tatkräftiger Unterstützung der Marktgemeinde Euratsfeld dichtes Buschwerk entfernt. Im Herbst 2017 wurden die Heißländen gemäht und das Mähgut entfernt, um eine Nährstoffanreicherung im Boden – und in Folge ein Verdrängen der seltenen Arten – zu verhindern.
Der Erfolg war 2018 im Frühjahr zu sehen: Eine bemerkenswerte Insektenvielfalt und großer Blütenreichtum konnte beobachtet werden. Besonders sehenswert: Die Ästige Graslilie – die Anthericum ramosum – mit ihrem fragilen Wuchs.Ende August 2018, war es wieder so weit: Die Trockenrasen wurden erneut gemäht, da sonst zu hohes Gras viele Blühpflanzen verdrängt. Der Pflegeeinsatz fand wieder mit vorbildlichem Engagement der Marktgemeinde Euratsfeld statt.
Errichtung einer Schautafel in der Doislau
Zum Zweck der Bewusstseinsbildung wurde in der Doislau mit Unterstützung der Gemeinde Amstetten eine Schautafel errichtet, die auf die Einmaligkeit des Gebietes hinweist und mit jahreszeitlich wechselnden Fotos die Höhepunkte des Naturjuwels dargestellt. Denn: Nur was man kennt, schützt man auch.
Zukunft der Pflegeeinsätze gesichert
Die beiden Gemeinden Euratsfeld und Amstetten, die ihre weitere Unterstützung zugesagt haben, sind wesentliche Kooperationspartnerinnen im Projekt, ohne deren Mithilfe der Schutz der Heißländen nicht im entsprechenden Umfang durchgeführt werden könnte.Das Schutzgebietsnetzwerk Niederösterreich wird von der Energie- und Umweltagentur NÖ koordiniert und vom Land Niederösterreich sowie der Europäischen Union gefördert.


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