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AMSTETTEN. Am Mostbetrieb von Bernhard und Brigitte Datzberger (Seppelbauer) fand Anfang vergangener Woche die 27. Mosttaufe zu Ehren des Hl. Sebastian, des Schutzpatrons des Mostes, statt.

  1 / 5   (v.l.) NÖ Mostkönigin Tanja I., Taufpate Josef Plank und Pfarrer Peter Bösendorfer beim Mostanstich im Hause Datzberger. Fotos: Thomas Lettner

Manfred Zeiner stimmte auf der Trompete mit Eigenkompositionen zu der unterhaltsamen Festveranstaltung beim „Seppelbauer“ ein. Durch den Abend führten Michael Oberaigner, der Obmann-Stellvertreter vom Obstbauverband Mostviertel, die NÖ Mostköniginnen Nicole I. und Tanja I. sowie Moderator Christian Haberhauer von der Moststraße.

Interviewrunde am Programm

Nach Grußworten von Bürgermeisterin Ursula Puchebner (SPÖ) und den Gastgebern Bernhard und Brigitte Datzberger folgte eine humorvolle Musikeinlage der beiden Mostbauern Johann Hochholzer und Toni Distelberger. Danach stand eine Interviewrunde mit der Moststraßen Tourismusobfrau und Landtagsabgeordneten Michaela Hinterholzer (ÖVP), Margarethe Reichsthaler, der Obfrau der Genuss Regionen Österreichs, und Martin Sedelmeier, dem Vizepräsidenten des Bundesobstbauverbandes, am Programm.

Innovative Mostviertler Betriebe

Sedelmeier zeigte sich beeindruckt von der Arbeit und den Leistungen der Mostviertler Mostbauern. „Die Mostviertler Betriebe sind an Innovationskraft kaum zu überbieten und sind auch immer federführend an Produktneuentwicklungen und deren gesetzlicher Verankerung beteiligt.“ Margarethe Reichsthaler zeigte sich stolz, dass der Tag des Mostes am 28. April heuer zum ersten Mal in ganz Österreich stattfindet. Michaela Hinterholzer verwies auf den Internationalen Streuobst-Kongress Anfang Mai im Stift Seitenstetten, bei der es auch eine Buchpräsentation über alte Obstsorten geben wird.

Klimawandel ist eine große Herausforderung

Taufpate war heuer niemand geringerer als Generalsekretär Josef Plank vom Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus. „Die niederösterreichischen Mostbauern sind auf einem hervorragenden Weg, weil sie Tradition mit Innovation verbinden“, sagte Plank. Plank wies auch auf zukünftige Herausforderungen wie die Auswirkungen des Klimawandels auf die Obstbaumblüte hin und erwähnte die Bedeutung von Forschung und Entwicklung.

Abstimmung für den Amstettner Stadtmost

Bürgermeisterin Ursula Puchebner erwähnte bei ihren Grußworten auch die Idee des Amstettner Stadtmosts, die kürzlich schon bei der Präsentation des City Kompass vorgestellt wurde. Die Initiative dafür kam von Jürgen Datzberger, der vor kurzem beim Craft Spirits Award 2019 in Berlin prämiert wurde. Seit 22. März können alle Amstettner über diverse Social Media-Kanäle der Stadt und mithilfe von gedruckten Umfragebögen ihren Stadtmost kreieren. Die Umfragebögen sind im Kultur- und Tourismusbüro sowie in der Amstetten Marketing GmbH erhältlich und können bis 10. April ausgefüllt und abgegeben werden. Unter allen Teilnehmern werden fünf mal sechs Flaschen vom neuen Stadtmost verlost. Nach Ende der Umfragen wird mit dem Abfüllen des Mostes gestartet. Präsentiert wird er schließlich am 28. April, dem Tag des Mostes, bei der Familie Datzberger.


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