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Neuer Gebäudekomplex für Amstettner Gesundheitsinstitut in Bahnhofsnähe geplant

Michaela Aichinger, 06.07.2020 12:38

AMSTETTEN. In unmittelbarer Nähe zum Bahnhof und nicht weit vom Landesklinikum entfernt ist die Errichtung eines Instituts für Physikalische Medizin und ambulante Rehabilitation geplant.

  1 / 2   So soll das neue Institut für Physikalische Medizin und ambulante Rehabilitation in Amstetten aussehen. Foto: planraum.com

Auf einer Fläche von 5400 Quadratmetern schräg gegenüber des Interspar-Supermarktes Richtung Osten soll ein mehrgeschossiger Gebäudekomplex entstehen – mit einem Nutzungsmix aus verschiedenen Gesundheitsangeboten sowie Büros und Wohnungen. Geplant sind auch etwa 180 Parkplätze. Zuständiger Architekt ist Jörg Stadlbauer von der planraum GmbH. Das Gebäude soll in Massivbauweise errichtet werden. Das Energiekonzept sieht als Heiz- und Kühlsystem eine Sole-Wasser Wärmepumpe vor.

Initiator Helmut Kern

Initiator und – gemeinsam mit einer privaten Investorengruppe – Financier des Projektes ist Primar und Universitätsprofessor Helmut Kern, Leiter des derzeitigen Reha-Zentrums in der Eggersdorferstraße. Herzstück des neuen Gebäudes ist das Ambulatorium für Physikalische Medizin. Dort sollen sämtliche physikalischen Therapien, physikalische Diagnostik und ärztliche Therapien sowie alle Formen der Ambulanten Rehabilitation angeboten werden. Die Anzahl der Mitarbeiter soll von 37 auf 60 erhöht werden.

Wohnortsnahe Therapie

Für die Ambulante Rehabilitation unmittelbar nach einem Krankenhausaufenthalt wurden Leistungsprofile von den Sozialversicherungen und der PVA für alle fachärztlichen, therapeutischen und pflegerischen Behandlungen und Beratung der Patienten festgelegt. „Die Umsetzung der therapeutischen Angebote erfolgt wohnortsnahe, flächendeckend und sozial integrierend sowie nach den geforderten Qualitätskriterien entsprechend den Leistungsprofilen und Vorgaben der NÖ Landesregierung“, so Kern. Die Synergien aus Physikalischer Medizin und Ambulanter Rehabilitation würden die integrierte, ganzheitliche ambulante Betreuung aller Patienten schaffen.

Standort in Eggersdorferstraße wird 2021 aufgegeben

„Durch das Reha-Zentrum in der Eggersdorferstraße betreibe ich bereits seit 1993 einen Standort in Amstetten. Da die Räumlichkeiten dort begrenzt sind und die Nachfrage nicht mehr erfüllt werden kann, habe ich mich entschlossen, das neue Institut zu errichten. Die optimale Verkehrsanbindung der neuen Liegenschaft zu Bahn und Straße sowie die unmittelbare Nähe zum Landesklinikum haben sich als wichtige Faktoren bei der Entscheidung für den Standort Amstetten dargestellt“, so Kern. 

Spatenstich noch im Herbst

Der Spatenstich für den neuen Gebäudekomplex soll im Herbst 2020  erfolgen. Die ersten drei Geschosse, die das Gesundheitsinstitut beherbergen, sollen bis Mitte 2021 fertiggestellt werden. Das Investitionsvolumen für diesen ersten Bauabschnitt beträgt laut Kern acht Millionen Euro. Der Start für die Schaffung der nächsten drei Geschosse mit Wohnungen und Büros hänge von etwaigen Förderungen ab. Eine Genossenschaft werde jedenfalls nicht ins Boot geholt.

„Stärkung für Amstetten als Gesundheitsstandort“

„Als Bürgermeister der Stadt Amstetten unterstütze ich die Pläne von Helmut Kern. Das geplante Institut stärkt den Gesundheitsstandort Amstetten und bildet eine wichtige Ergänzung zu den bestehenden Gesundheitsangeboten. Gesundheitsvorsorge und gute Betreuung im Falle einer Rehabilitation sind wichtige Serviceleistungen für unsere Gesellschaft“, ist VP-Bürgermeister Christian Haberhauer überzeugt.


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