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Familie aus St. Georgen/Ybbsfeld bittet um Spenden für ein barrierefreies Zuhause

Michaela Aichinger, 16.12.2020 08:02

ST. GEORGEN/YBBSFELDE. Ein schwerer Verkehrsunfall hat das Leben der damals 17-jährigen Magdalena Gallhuber grundlegend verändert. Ihr starker Wille hilft der jungen Frau, trotz schwerer Beeinträchtigungen den Alltag zu bewältigen. Ein barrierefreier Zubau an ihr Elternhaus soll der St. Georgnerin nun ein möglichst selbstbestimmtes Leben bieten. Die Familie bittet um Hilfe.

Wie jeder junge Mensch hat Magdalena Gallhuber den Wunsch, ein möglichst selbstbestimmtes Leben zu führen. Ihre Familie bittet um Hilfe. Foto: Privat

„Unsere Tochter Magdalena war ein gesundes und lebensfrohes junges Mädchen. Sie besuchte die 3. Klasse der HLW in Haag, hatte viele Freunde und war gerne unterwegs. „Magdi“, wie sie alle nennen, war Mitglied in der örtlichen Jugendorganisation, kellnerte am Wochenende im Gasthaus und half auch bei den Zeltfesten der Feuerwehr immer gerne mit. Sie freute sich auf ihr dreimonatiges Praktikum am Klopeinersee und hatte große Pläne für ihr weiteres Leben“, blickt Margit Gallhuber, die Mutter von Magdalena, auf eine unbeschwerte Zeit zurück.

Schicksalstag

All dies änderte sich jedoch am 15. Juni 2016, als Magdalena einen schweren Verkehrsunfall hatte. Sie erlitt als Radfahrerin bei einer Kollision mit einem PKW ein schweres Schädel-Hirn-Trauma und zahlreiche Knochenbrüche. In der Folge hatte sie auf der Intensivstation noch zwei Schlaganfälle.

Starker Wille - Unerschütterliche Hoffnung

Seither ist Magdalena sehr schwer beeinträchtigt. „Lange Zeit war unsere Tochter im Wachkoma, konnte nichts bewegen, nicht sprechen, nicht essen und trinken und sich nicht verständigen“, so Margit Gallhuber. „Dank vieler Therapien, Reha- und Krankenhausaufenthalte, dem starken Willen unserer Tochter und der unerschütterlichen Hoffnung von uns Eltern hat sich ihr Zustand bis heute, vier Jahre nach dem Unfall, deutlich gebessert.“

Förderung kognitiver Fähigkeiten

Magdalena kann heute ihren elektrobetriebenen Rollstuhl mit der rechten Hand bedienen, am Computer mit verschiedenen Programmen arbeiten und mit ihrem Handy Nachrichten an ihre Freundinnen schreiben. „Sie kann (undeutlich) sprechen, essen und trinken und mit Hilfe das WC benutzen. Von Montag bis Freitag besucht sie die Tagesbetreuung Assist in Amstetten, wo besonders ihre kognitiven Fähigkeiten gefördert werden“, berichtet die Mutter der jungen Frau.

Wunsch: als Familie zusammenleben

Obwohl sich ihr Zustand seit dem Unfall deutlich gebessert hat, braucht Magdalena rund um die Uhr Betreuung und Unterstützung. Von 2017 bis 2019 wohnte sie im Hilde-Umdasch-Haus in Amstetten, da eine Betreuung zu Hause durch eine Person nicht möglich war. „Es war aber immer unser größter Wunsch, wieder als Familie zusammen leben zu können“, so Margit Gallhuber. Magdalenas Mutter hat seit dem Unfall ihren Job aufgegeben und widmet sich der Betreuung und Rehabilitation ihrer Tochter. Sie hat sie auf allen Stationen begleitet, mit ihr ein halbes Jahr in Salzburg verbracht und war auch im Hilde-Umdasch-Haus tagsüber immer bei ihr.

Quartier im Wohnzimmer

Aufgrund der guten Fortschritte konnte Magdalena im September 2019 wieder zu Hause einziehen, wo sie provisorisch im Wohnzimmer Quartier bezogen hat. Ihr Jugendzimmer im ersten Stock und das Badezimmer im Untergeschoss sind für sie jedoch unerreichbar. „Zum Duschen nutzen wir zweimal pro Woche eine externe Gelegenheit“, so Margit Gallhuber.

Haus nicht barrierefrei

Das bestehende Zweifamilienhaus, das die Familie gemeinsam mit Magdalenas Großeltern bewohnt, ist für einen Bewohner mit Rollstuhl denkbar ungeeignet. „Durch die Hanglage haben wir viele Stufen, durch den oftmaligen Um- und Zubau des Gebäudes aus den 50er-Jahren viele enge Verkehrswege“, erklärt Gallhuber. Um einen barrierefreien Zubau für ihre Tochter errichten zu können, haben die Gallhubers daher das Nachbargrundstück gekauft. Dort soll genügend Platz sein, um sich mit einem Rollstuhl selbstständig fortzubewegen und auch sämtliche Therapiegeräte optimal nutzen zu können.

Eigene Räumlichkeiten

„Unsere Tochter soll ein barrierefreies Badezimmer bekommen, aber auch eine Küche, die für Rollstuhlfahrer geeignet ist, da Magdalena schon immer sehr gerne und gut gekocht hat“, so Gallhuber. Neben einem Schlafzimmer für Magdalena wird ein weiteres Zimmer für eine Betreuungsperson eingeplant.

„Wollen Selbstständigkeit fördern“

„Wir wollen unserer Tochter trotz ihres schweren Schicksals eine bestmögliche Zukunft bieten, eingebettet in ein funktionierendes Dorfleben mit vielen sozialen Kontakten. Wir wollen ihre Weiterentwicklung und ihre Selbstständigkeit optimal fördern und sind überzeugt, dass Magdi auch weiterhin viele Fortschritte machen wird“, betont Margit Gallhuber.

Finanzielle Belastung

Öffentlich um Hilfe zu bitten, erfordert eine große Portion Mut. Doch manche Situationen sind einfach nicht alleine zu schaffen. „Für uns Eltern ist dieses Bauprojekt neben unserer besonderen Situation, die wir täglich meistern, eine sehr große finanzielle und organisatorische Belastung. Wir sind daher für jegliche Unterstützung sehr dankbar! Neben einer direkten finanziellen Spende sind auch Hilfestellungen bei Dienstleistungen am Bau oder vergünstigte Baumaterialien willkommen“, bittet Margit Gallhuber abschließend.

Spendenkonto

Margit Gallhuber

Ing. Georg Gallhuber

IBAN AT49 2020 2015 1003 7888

BIC SPAMAT21XXX

Sparkasse Amstetten

Kontakt: margitgallhuber@gmx.at


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