Neustadtlerin zur neuen NÖ Mostkönigin gekrönt
BEZIRK. Niederösterreich hat eine neue Königin – und zwar eine neue Mostkönigin: Sigrid Huber aus Neustadtl/Donau wird gemeinsam mit ihrer Stellvertreterin Theresa Alkin aus St. Pantaleon/Erla die Mostkultur hochhalten.

Die 20-jährige Sigrid Huber studiert derzeit an der Pädagogischen Hochschule in Linz, um in ein paar Jahren als Volksschullehrerin tätig sein zu können. Abgesehen von Aktivitäten in zahlreichen Vereinen wie Musikverein, Volksganzgruppe, Landjugend und Schiclub ist die junge Neustadtlerin an den Wochenenden – und wenn es Corona erlaubt – als Kellnerin tätig.
„Habe 2020 meinen eigenen Most produziert“
2018 bis 2020 durfte Sigrid I. als Mostprinzessin bereits viele Erfahrungen zum Thema Most sammeln. „Im Zuge dieses Amtes durfte ich schon vor zwei Jahren am Projekt „Misson Most“ der Landjugend NÖ teilnehmen. Durch all die Erfahrungen und Einblicke, die für mich während der Mostproduktion ersichtlich wurden, stieg meine Begeisterung für dieses handgemachte Produkt immer mehr an. Mittlerweile bin ich schon zum zweiten Mal mit dabei und habe auch heuer wieder meinen eigenen Most produziert“, ist die Mostviertlerin stolz. Da es aber im Mostviertel noch viel mehr zu entdecken und erleben gebe, habe sie sich für das Amt der NÖ Mostkönigin beworben.
„Wertschätzung für Most begleitet mich schon lange“
Dieses Amt hat für Sigrid Huber eine große Bedeutung: „Der Titel „Mostkönigin“ ist mir deshalb so wichtig, weil mich die Wertschätzung gegenüber dem Produkt Most und anderen regionalen und selbstgemachten Produkten schon seit meiner Kindheit begleitet“, erklärt Huber. Engagement für das Mostviertel zeige sie, „weil es mir wichtig ist, die Tradition des Mostmachens, die dazugehörige Kultur und die Wertschätzung von Regionalität vor allem in der jüngeren Generation präsent zu halten. Viele neue oder auch bekannte Menschen zu treffen, ist natürlich ein schöner Nebeneffekt“, so die neue Mostkönigin.
Vorfreude auf alle Mostveranstaltungen
Besonders freue sie sich auf jede Mostveranstaltung, bei der sie dabei sein dürfe, „ganz besonders jedoch auf jene, die für mich neu sein werden, wie zum Beispiel die Mostbaronwallfahrt, der Tag des Apfels oder die Mosttaufe. Natürlich werden aber der NÖ Bauernbundball, der Tag des Mostes oder auch Most& Kultur wieder Fixpunkte in meinem Kalender sein“, so Huber. Den Most nicht nur im Bezirk Amstetten, sondern nun in ganz Niederösterreich gemeinsam mit Theresa Alkin vertreten zu dürfen, sei für sie eine ehrenvolle Aufgabe.
Die Stellvertreterin
Jede Mostkönigin braucht in den drei Jahren ihrer Amtsperiode auch eine Stellvertreterin an ihrer Seite. Und dies ist die ebenfalls 20-jährige Theresa Alkin aus St. Pantaleon/Erla. Alkin studiert derzeit Wirtschaftsrecht an der JKU. Die Freude über das neue Amt ist bei der jungen Mostviertlerin sehr groß: „Es ist mir eine große Ehre, die Kultur des Mostes sowohl im Mostviertel als auch über seine Grenzen hinaus vertreten zu dürfen. Es ist nicht nur ein Titel, sondern auch eine großartige Möglichkeit, unsere regionalen Produkte zu bewerben“, so Alkin.
Regionalität fördern
Besonders in der aktuellen Situation sei es ihr wichtig, Regionalität zu fördern. „Das Mostviertel hat einiges zu bieten. Angefangen beim Most, den Edelbränden und Säften bis hin zur Mostviertler Schokolade gibt es nahezu alles von unseren Betrieben.“ Der Most sei nicht nur ein Getränk, sondern eines der wichtigsten Kulturgüter des Mostviertels. „In der richtigen Variante oder Verarbeitung ist für jeden das Passende dabei“, ist Alkin überzeugt, die übrigens als Landjugend-Leiterin in St. Valentin die alljährliche Mostkost organisiert hat.
Worauf Sie sich als Theresa I. besonders freut? „Auf die Zusammenarbeit aller Beteiligten, um unser Mostviertel, unsere Produkte und unsere Landschaft zu erhalten, zu repräsentieren und über die Grenzen hinaus bekannt zu machen“.


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