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NÖ. Die Schulsozialarbeit bietet Schülern Unterstützung im Lockdown. Möglichkeiten der Kontaktaufnahme und der Beratung wurden coronabedingt erweitert.

Kinder sind bereits seit einiger Zeit großen Herausforderungen ausgesetzt. Foto: Iren Geo/Shutterstock.com

Besonders Kinder und Jugendliche sind derzeit enormen zusätzlichen Herausforderungen ausgesetzt. Soziale Kontakte können nicht oder nur eingeschränkt stattfinden. Die Heranwachsenden müssen auf vieles verzichten und sind mit permanenten Änderungen ihres gewohnten Alltags konfrontiert. Das verstärkt Unsicherheit und Ängste.

Erhöhtes Konfliktpotenzial

Schulsozialarbeiter wissen aus Beratungsgesprächen: Viele Schüler fühlen sich überfordert, sind demotiviert und nicht wenige leiden unter einem erhöhten Konfliktpotenzial zu Hause. „Homeschooling, Distance Learning oder Social Distancing haben weitreichende Folgen auf das soziale Gefüge und psychische Folgewirkungen, deren Auswirkungen uns jetzt schon beschäftigen“, erklärt Susanne Marton, Geschäftsführerin des Vereins „Jugend und Kultur“.

Konflikte und Probleme wurden verstärkt

Es habe sich gezeigt, dass viele bereits vorhandene Konflikte und Problemfelder durch die Veränderungen in der Pandemie verstärkt wurden. Umso wichtiger sei es daher, auch im Lockdown die Beratungsangebote so gut wie möglich weiterzuführen. „Dass das gut funktioniert, liegt auch an der Bereitschaft von Schulsozialarbeitern, Lehrern und Schulleitern, sich rasch und umfassend mit der altersadäquaten Kommunikation im Bereich der Sozialen Medien auseinanderzusetzen“, so Marton.

Online-Kanäle & Co 

Schulsozialarbeiter stehen den Schülern gewöhnlich in der Schule für Fragen zur Verfügung. Im Lockdown sind sie nur nach Absprache mit der Schulleitung vor Ort. „Wir erreichen Schüler im Lockdown über Online-Kanäle, Telefon und zum Teil an den Schulen. Es finden vermehrt Lehrerberatungen in Bezug auf Schüler statt, auch Eltern wenden sich an uns“, so Margot Müller, Geschäftsführerin von Young x-point Schulsozialarbeit.

Ruf nach Ausbau des Angebotes

In Niederösterreich gibt es Schulsozialarbeit derzeit an rund zehn Prozent der Schulen. Wünschenswert wäre für die Schulsozialarbeit ein flächendeckender Ausbau, denn insbesondere seit dem ersten Lockdown werde der Ruf nach Unterstützungsangeboten an Schulen stärker.


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