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AMSTETTEN. In der Ostarrichi-Kaserne des Jägerbataillons 12 stellten rund 80 Soldatinnen und Soldaten im Beisein der Verteidigungsministerin Klaudia Tanner (ÖVP) ihr Können unter Beweis.

Gefechtsübung im Beisein von Ministerin Tanner Foto: Bundesheer/Carina Karlovits (Foto: Carina KARLOVITS/HBF)

AMSTETTEN. Seit der Einführung von „Mein Dienst für Österreich“ waren es durchschnittlich über 600 Grundwehrdiener, die sich für eine verlängerte Dienstzeit beim Bundesheer entschieden haben. Derzeit stehen 300 Milizsoldaten, die diese Option gewählt haben, in Österreich im Einsatz. Mit dem verlängerten Dienst können Frauen und Männer ihr gelerntes Wissen festigen und in die Praxis umsetzen.

Wie wichtig eine fundierte Ausbildung für Soldatinnen und Soldaten ist, davon konnte sich Verteidigungsministerin Klaudia Tanner in der Ostarrichi-Kaserne des Jägerbataillons 12 persönlich überzeugen.

Fiktive Einsätze

In der Ostarrichi-Kaserne des Jägerbataillons 12 stellten rund 80 Soldatinnen und Soldaten ihr Können unter Beweis: Vor Ort übten sie gemeinsam mit den Soldatinnen und Soldaten der 7. Jägerbrigade den fiktiven Einsatz zur Abwehr eines Angriffes auf die Souveränität Österreichs. Zusammen mit den Luftstreitkräften – zum Einsatz kamen zwei Agusta Bell 212-Hubschrauber –, der leichten Jägerbrigade sowie der Militärpolizei aus Wien wurden verschiedenste Szenarien wie unter anderem das Anlanden im urbanen Umfeld in engen Räumen, das Eindringen in Gebäude oder auch die Festnahme von subversiven Kräften trainiert.

Zusammenspiel unterschiedlichster Kräfte

„Unsere Soldatinnen und Soldaten haben gezeigt, wie wichtig das Zusammenspiel unterschiedlichster Kräfte aus der Luft, zu Lande oder zu Wasser ist, um auf komplexe Bedrohungen antworten zu können. Dafür braucht es aber auch gut ausgebildete Soldatinnen und Soldaten. ‚Mein Dienst für Österreich‘ sorgt für diese intensive und gute Ausbildung innerhalb von sechs Monaten, danach können unsere Grundwehrdiener ihren Dienst um drei Monate verlängern. Damit gewährleisten wir nicht nur die militärische Einsatzfähigkeit, sondern stärken damit unsere Miliz, die, wie wir gesehen haben, ein wichtiger Teil des Bundesheeres ist“, so Ministerin Klaudia Tanner.

Freiwillige Verlängerung im Funktionsdienst

„Mein Dienst für Österreich“ ist eine Möglichkeit für Grundwehrdiener, nach einer sechsmonatigen Grundausbildung freiwillig zwischen ein und maximal sechs Monaten in Form eines sogenannten Funktionsdienstes zu verlängern. In dieser Zeit können Rekruten ihr militärisches Können dann als Milizsoldaten im sicherheitspolizeilichen Assistenzeinsatz anwenden. Derzeit nehmen rund 300 junge Soldaten diese Möglichkeit in Anspruch und erhalten im Assistenzeinsatz pro Monat rund 3.000 Euro netto. Milizsoldaten Mehr als die Hälfte der Soldatinnen und Soldaten, die aktuell in Assistenzeinsätzen im Inland eingesetzt sind, sind Milizsoldaten oder Soldaten im Rahmen von „Mein Dienst für Österreich“. Dadurch kann bei immer mehr Grundwehrdienern der volle sechsmonatige Grundwehrdienst für eine militärische Ausbildung genutzt werden. In dieser Zeit können auch anspruchsvollere militärische Aufgaben, vor allem in der Kernkompetenz des Bundesheeres, der militärischen Landesverteidigung, trainiert werden.


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