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NÖ. Heuer meldeten mehr Eltern als in den Jahren zuvor ihre Kinder von der Schule, dem Kindergarten oder der Krabbelstube ab. Tips hörte sich in der Region um.

Kinder, die zu Hause unterrichtet werden, müssen Ende des Schuljahres eine Externistenprüfung ablegen. (Foto: Erwin Wodicka)

Laut Auskunft der Bildungsdirektion NÖ gab es heuer schon 1.640 Abmeldungen zum häuslichen Unterricht. Das sind doppelt so viele wie im Vorjahr (820 Abmeldungen). „Wir haben heuer nur eine einzige Schulabmeldung. Eine Begründung dafür haben wir keine bekommen, weil die Eltern sich gleich an die Bildungsdirektion NÖ wenden und nicht mehr wie früher eine schriftliche Stellungnahme an die Schule schicken müssen“, sagte Susanna Stiftner, Direktorin der Sport/Mittelschule St. Valentin/Schubertviertel.

„Kindern fehlen soziale Kontakte“

Kinder, die zu Hause unterrichtet werden, müssen Ende des Schuljahres eine Externistenprüfung ablegen. Zukünftig muss nach dem ersten Semester der Lernstand der Kinder erhoben werden. Das Bilden eigener Lerngruppen mit anderen Abgemeldeten ist übrigens verboten. „Ich finde es schade, dass es zu Schulabmeldungen kommt. Den Kindern fehlen die sozialen Kontakte, was schlecht für ihre Entwicklung ist“, argumentiert Stiftner. Sie glaubt jedoch, dass der Schüler schnell wieder in den Unterricht zurückkehren wird.

Maßnahmen sind machbar

Die Covid-19-Maßnahmen betrachtet Stiftner als machbar. Montags und freitags müssen sich die Schüler einem Nasenbohrertest unterziehen, dienstags einem Spültest. Maskenpflicht in den Klassen gibt es keine. Nur außerhalb der Klassen muss in den ersten drei Schulwochen ein Mund-Nasen-Schutz getragen werden. „In den großen Pausen schauen wir bewusst darauf, dass wir mit den Kindern rausgehen und sie den Mund-Nasen-Schutz abnehmen können“, sagt Stiftner.


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