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AMSTETTEN. Am alljährlich stattfindenden Trinkwassertag (15. Juni) lenken die Amstettner Stadtwerke als regionaler Wasserversorger die Aufmerksamkeit wieder auf unser wohl wertvollstes Gut.

(V. l.) Der Betriebsleiter des Wasserwerks der Stadtwerke Amstetten, Wolfgang Hackl (7.v.l.) und sein Team versorgen über 25.500 Menschen rund um die Uhr mit Trinkwasser in hervorragender Qualität. (Foto: Stadtwerke Amstetten/Michael Permoser)

Das Trinkwasser in Österreich stammt zu 100 Prozent aus Grundwasser, das aus Quellen und Brunnen gefördert wird. Grundwasser ist Wasser, das sich unterirdisch in Grundwasserleitern befindet. Das bedeutet, es befindet sich in geologischen Formationen aus Felsen, Sanden und Kies, die das Wasser speichern können.

Fünf Brunnenanlagen und eine Quelle

„In Amstetten wird unser Trinkwasser aus fünf Brunnenanlagen und einer Quelle gewonnen. Von den rund zwei Millionen Kubikmetern geförderten Wassers im Jahr werden 96,27 Prozent Grundwasser und 3,73 Prozent Quellwasser entnommen“, erklärt der Betriebsleiter des Amstettner Wasserwerks, Wolfgang Hackl und schließt ab: „Die Trinkwasserqualität ist im gesamten Versorgungsgebiet hervorragend.“ Laufende Prüfungen würden sicherstellen, dass nur bestes, reines Wasser aus den Leitungen fließe. Um die Qualität des Trinkwassers kümmern sich in Österreich rund 5.500 Wasserversorgungsunternehmen. Wichtig ist, dass diese über entsprechende Kenntnisse verfügen.

Ausbildung zum Wassermeister

Auf Ausbildung legen die Stadtwerke als regionaler Wasserversorger größten Wert und so sind neben Wasserwerksleiter Wolfgang Hackl und seinem Stellvertreter Anton Huber bereits acht von zehn Monteuren bei den Stadtwerken „ausgebildete Wassermeister“. Erst in diesem Jahr wurde wieder zwei Mitarbeitern (Rudi Eglseer und Daniel Seebacher) dieser Fachmeistertitel verliehen. „Die hohe fachliche Kompetenz der Kollegen ist bei den Stadtwerken vorausgesetzt. Gerade im Bereich des Trinkwassers geht die Arbeit mit sehr großer Verantwortung einher“, gibt Wasserwerk-Leiter Hackl zu bedenken.

Versorgungssicherheit

Die Versorgungssicherheit habe in Amstetten höchste Priorität: Laufende Wartungsarbeiten garantieren laut Hackl die Funktionsfähigkeit der gesamten notwendigen Infrastruktur, die unter anderem sechs Wasserförderungsanlagen, 19 Drucksteigerungsanlagen, über 270 Kilometer Hauptwasserleitungen und 6.200 Hausanschlüsse für über 25.500 Menschen umfasst. „Außerdem verfügen die Stadtwerke über mehrere Trinkwasserbehälter mit einem Gesamtfassungsvermögen von 12.983 Kubikmeter, um kurzzeitig hohe Wasserverbräuche zu kompensieren und Wasser für Löschzwecke der Feuerwehren zur Verfügung stellen zu können“, erklärt der Wasserwerk-Leiter.

Auch die Verbraucher können einiges dazu beitragen, die Grundwasserreserven in der Region zu schützen. Folgende drei wesentliche Punkte gilt es zu beachten: Medikamentenreste gehören nicht ins Abwasser (zum Beispiel Toilette), sondern sind Sondermüll. Aggressive Reinigungs- oder Waschmittel können schlecht abgebaut werden. Es gibt viele umweltfreundliche Produkte, auf die man umsteigen kann. Für alle Gartenbesitzer: Es ist vorteilhaft, den Einsatz von Pflanzenschutz- und Düngemitteln auf ein Minimum zu reduzieren und zu umweltfreundlichen Alternativen zu greifen – auch zum Schutz der Tierwelt.


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