"Wir sind die kulturellen Nahversorger"
AMSTETTEN. Verteter von zwölf Amstettner Kulturvereinen richteten einen Brief an Verantwortliche der Stadt, um die Gesprächsbasis und Kommunikation zu verbessern.Erste Gespräche stimmen sie hoffnungvoll.

Amstettens Kultur besteht aus drei Säulen: Musical-Sommer, allgemeines Kulturprogramm (Eishalle, Pölzhalle, Wirkstatt, Schloss Ulmerfeld, usw.) und regionales Kulturprogramm mit den freien Kulturvereinen und Kulturinitiativen.Die Kulturvermittlerin Helga Steinacher berichtet: „Die Kulturvereine und Kulturinitiativen der Stadt Amstetten haben sich mit einem Brief an Bürgermeister, Vizebürgermeister, Kulturstadtrat, den Mitgliedern des Kulturausschusses, der AVB wie auch dem Stadtmarketing gewandt. Das Anliegen der Kulturschaffenden betraf die Zuständigkeiten in Sachen Kultur wie Organisation, Kommunikation und Strategie seitens der Stadtgemeinde Amstetten.Die Kultur- und Tourismusabteilung der Stadtgemeinde Amstetten wurde neu strukturiert und daraus ergaben sich dringende Fragen der Zuständigkeiten und Aufgabenteilungen, die sich aus der bisherigen Kommunikation seitens Stadtgemeinde Amstetten nicht ausreichend erschlossen haben - wie etwa die Nutzung des Rathaussaales für Kulturveranstaltungen.“Bei einem gemeinsamen Gesprächstermin mit Hannes Mayrhofer von der Kulturvernetzung Niederösterreich, Helga Steinacher, Kulturvermittlung, Kulturstadtrat Stefan Jandl und Bürgermeister Christian Haberhauer wurde vereinbart, den Kulturstammtisch mit der freien Kulturszene wieder aufzunehmen. Hier wird es bereits im Juni im Auftrag des Bürgermeisters ein gemeinsames Treffen mit all jenen geben, die im Brief Stellung bezogen haben. Ein weiterer Kulturstammtisch im größeren Rahmen erfolgt voraussichtlich Ende August.Die freie Kulturszene in Amstetten wünscht sich einen steten Dialog mit der Stadtgemeinde und möchte sich als Partner der Bezirkshauptstadt in Erinnerung rufen.
Wünsche der Kulturschaffenden
Die Kulturschaffenden wünschen sich Ansprechpartner, die sich organisatorischer Anliegen annehmen und auf kurzen Wegen, rasch und lösungsorientiert agieren, Kompetente Antworten rund um die Themen terminlicher und räumlicher Planungen, Fragen der Zuständigkeiten, Werbung und PR, Förderungen und Unterstützung für gemeinnützige und ehrenamtlich geführte Kulturvereine und Kulturinitiativen, weiters Antworten auf den Planungsstand und weitere Ausrichtung städtischer Kulturveranstaltungen wie etwa ArsFemina, F13 und den Kulturwochen, Möglichkeiten des Mitwirkens und der kulturellen Teilhabe; Einbettung der Kompetenzen der freien Kulturszene, Standardisierte Bedingungen für die Nutzung sämtlicher städtischer räumlicher Möglichkeiten sowie die Sichtbarmachung des kulturellen Engagements und seines Angebots in den digitalen und analogen Medienkanälen der Stadtgemeinde.
Jürgen Adelmann, der für den Verein Perspektive Kino Amstetten den Brief unterschrieben hatte, erklärt: „Wir sind die kulturellen Nahversorger ohne Mainstream.“
Nach dem ersten konstruktiven Gespräch mit Bürgermeister Christian Haberhauer und Kulturstadtrat Stefan Jandl sieht die freie Kulturszene von Amstetten den weiteren Schritten positiv entgegen.Noch im Sommer soll es eine Gespräch in einer größeren Runde geben, in dem die Wünsche der freien Kulturschaffenden bespochen werden sollen.
Der Kulturstadtrat Stefan Jandl (ÖVP) erklärt, dass sich mit der Einbindung der Kulturagenden in die AVB (Amstettner Veranstaltungsbetriebe) für die Vereine nichts ändert und Elke Strauß die erste Ansprechpartnerin bleibe.
Grundsätzlich freut sich Jandl über die vielen engagierten Kulturvereine in Amstetten gibt. Auch die Kulturtalks wird es wieder geben. Der nächste wird noch im September stattfinden.


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