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AMSTETTEN. Für ihr soziales Engagement im Allgemeinen und für das Projekt „Kaufe mehr und schenk es her“ im Besonderen erhält Schwester Cornelia Waldbauer, Ordensfrau der Franziskanerinnen, den Sozialpreis der Stadtgemeinde.

(V. l.) Vizebürgermeister Markus Brandstetter, Vizebürgermeister Dominic Hörlezeder, Stadtamtsdirektorin Beatrix Lehner, Sr. Elvira Reuberger, Sr. Cornelia Waldbauer, Bürgermeister Christian Haberhauer, Vizebürgermeister Gerhard Riegler, Referatsleiterin Margit Koch, Hermine Naderer (ORA International). (Foto: Stadtgemeinde Amstetten)

2017 hat Schwester Cornelia Waldbauer die Aktion „Kaufe mehr und schenk es her“ ins Leben gerufen. In den vergangenen fünf Jahren wurden 17 Sammelaktionen im Interspar Amstetten durchgeführt. Dabei wurden 1.796 Schachteln voller Spenden gesammelt und 12.312,92 Euro. Die Spenden kommen osteuropäischen Ländern zu Gute. So berichtet Schwester Cornelia etwa über ihren Aufenthalt in Albanien. „Man kann sich die Armut hier gar nicht vorstellen“, erzählt sie.

„Es braucht Menschen, die helfen“

„Es braucht Menschen, die helfen, und es braucht Vorbilder, die mit gutem Beispiel vorangehen und andere dazu inspirieren, ihnen mit Taten zu folgen. Gegenseitige Hilfe, Zusammenhalt und das Einstehen für Einander sind wichtiger denn je“, bedankt sich Bürgermeister Christian Haberhauer (ÖVP) für Waldbauers Engagement, das über das Projekt „Kaufe mehr und schenk es her“ hinausgeht und sich auch im Alltag und Tagesablauf der ehemaligen Kindergärtnerin wiederfindet.

„Größter Respekt“

„Dem Einsatz von Schwester Cornelia Waldbauer gebührt größter Respekt. Sie zeigt vor, wie man mit persönlichem Einsatz und Zusammenarbeit einfach Gutes tun kann“, gratuliert Vizebürgermeister und Sozialstadtrat Dominic Hörlezeder (Grüne) zum Erhalt des Sozialpreises.

„Vier Säulen“

Auf die Frage nach den Beweggründen für ihr Engagement verweist die Ordensfrau auf „vier Säulen“. Die erste Säule sei ihre Herkunft: Schwester Cornelia kommt aus einer Bauernfamilie im Waldviertel. „Es war ein einfaches Leben“, erinnert sie sich an eine „prägende Zeit“. Die zweite Säule beruhe auf der Ordensgemeinschaft. „Als Ordensfrau habe ich die Freiheit, um Gutes zu tun“, erklärt Waldbauer. Besonderer Dank gelte dabei Schwester Irene Huber, die von Beginn an das Projekt mitgetragen und mitgeholfen habe.Als dritten Pfeiler nennt die Sozialpreisträgerin die Zusammenarbeit mit ORA (Orphans, Refugees and Aid) International. Die Hilfsorganisation, die über ein Hilfsgüterlager in Ardagger verfügt, setzt sich in christlicher Tradition für Menschen in Not und vor allem für Kinder ein.

Als viertes nennt Waldbauer alle Menschen, die die Hilfe möglich machen – „von den Spendern bis hin zu allen Helfern“. In diesem Sinne erklärt Schwester Cornelia Waldbauer auch: „Den Sozialpreis kann ich nur in Vertretung jedes Einzelnen annehmen, der mitgeholfen hat“. „Mein Leben ist ein Geschenk von Gott. Ich lebe aus seiner Kraft und gebe das weiter, was er mir schenkt“, betont die Ordensfrau.

Zur Person

1953 im Waldviertel geboren, trat Schwester Cornelia Waldbauer 1969 in den Orden der Franziskanerinnen in Amstetten ein. Bis zu ihrem Ruhestand im Jahr 2018 war sie 42 Jahre lang im Kindergarten tätig und betreute dabei 732 Kinder.


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