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Ein Jahr nach verheerendem Erdbeben: Salesianer bitten um Hilfe

Karin Novak, 12.02.2024 09:58

AMSTETTEN. Vor einem Jahr wurden Syrien und die Türkei von einem verheerenden Erdbeben getroffen, mit über 50.000 Toten, vielen Verletzten und Menschen, die alles verloren haben. Daran erinnern der Provinzial des Salesianer Don Boscos-Ordens, der aus Waidhofen stammende Pater Siegi Kettner, sowie die Salesianer von Amstetten. 

Die Familie aus Aleppo lebt heute im Libanon. (Foto: Salesianer Don Boscos)
Die Familie aus Aleppo lebt heute im Libanon. (Foto: Salesianer Don Boscos)

Pater Siegi Kettner berichtet, dass die Ordensgemeinschaft, die sich vor allem der armen Jugend annimmt, vor allem im syrischen Aleppo sehr aktiv hilft. Erschütternde Berichte haben die Ordensleute erreicht, die Unterstützung aus Österreich läuft über die Don Bosco Mission Austria. Christina erzählte Pater Siegi die berührende Geschichte darüber, wie ihre Familie das Erdbeben erlebte.

In den Libanon geflüchtet

„Mein Name ist Christina Nihad Luxa, ich bin 32 Jahre alt. Gemeinsam mit meinem Mann Wasfi Qalbaqji und unseren beiden Töchtern, der vierjährigen Silvana und der neugeborenen Jessica, habe ich eine schmerzhafte Erfahrung mit dem Erdbeben in Aleppo durchlebt. Jessica wurde am 17. Jänner 2023 geboren, genau 17 Tage vor dem verheerenden Erdbeben. Der Schock und die Angst, die wir während des Bebens erlebten, sind schwer in Worte zu fassen. Um 4.30 Uhr morgens, während ich meine Tochter stillte, bebte das Haus heftig. Inmitten von Weinen und Schreien verließen meine Familie und ich das Haus und fanden Zuflucht in der Kirche. Die Tage danach waren geprägt von Unsicherheit und Sorge. In den überfüllten Kirchenhallen konnte ich kaum Schlaf finden, besonders für meine neugeborene Tochter Jessica war die Situation belastend. Die Rückkehr ins Haus meiner Eltern brachte weitere Tage der Angst, da leichte Erschütterungen anhielten. Nach einem weiteren starken Beben beschloss ich, nicht mehr zurückzukehren. Die Angst trieb mich dazu, mit meinen Kindern Aleppo zu verlassen. Jetzt leben mein Mann, meine Töchter und ich im Libanon. Die Ängste begleiten mich auch hier, besonders bei Regen, denn das Geräusch erinnert mich immer an das Erdbeben. Mein Mann arbeitet hart in einer Fabrik, und wir versuchen, uns durch Gottes Gnade zu versorgen. Die Aktivitäten im Don Bosco Zentrum haben uns geholfen, trotz der schwierigen Umstände hier im Libanon ein wenig Sicherheit zu finden. Bei Don Bosco fühlen wir uns geliebt und akzeptiert, und wir sind dankbar, dass wir trotz allem die Freude und den Geist der Herausforderung bewahren können.“

Vor allem Kinder leiden

Der Gazakrieg verschärft auch die prekäre Lage in Syrien. Es gibt kaum Strom und Treibstoff, viele Menschen haben kein Geld für Lebensmittel oder zum Heizen, insbesondere die Kinder leiden. Die Salesianer Don Boscos helfen den Menschen vor Ort. Sie versorgen die Familien mit dem Notwendigsten, mit Essen, warmer Kleidung und Medizin. Und sie bieten Bildungsangebote für Kinder und Jugendliche in ihren Don Bosco Zentren. Wer helfen möchte, kann das über die Online-Plattform https://altruja.de/hilfe-in-syrien/spende oder über das Spendenkonto der Don Bosco Mission Austria, IBAN AT33 6000 0000 9001 3423, Kennwort Syrien.

 


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