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Begeisternde Romantik beim Frühlingskonzert des Amstettner Symphonieorchesters

Michaela Aichinger, 13.05.2024 17:03

AMSTETTEN. Das Amstettner Symphonieorchester zeigte beim Frühlingskonzert in der Johann Pölz-Halle sein Können.

Das Amstettner Symphonieorchester nahm sein Publikum mit auf eine bunte Frühlingsreise quer durch die Romantik (Foto: Karin Aichinger)

Ein warmes weiches Horn kündigt den Frühling an, in einem Bett mit warmen Streichermelodien, verziert von eindrucksvollen Bläserfiguren und unterstützt von präzisen Schlagwerkeinwürfen - das Amstettner Symphonieorchester bot am 11. Mai unter der Leitung von Thomas Schnabel in der Johann-Pölz-Halle wieder ein stimmungsvolles, stilsicheres und qualitativ hochwertig musiziertes Konzertprogramm.

Dabei nahm es sein Publikum mit auf eine bunte Frühlingsreise quer durch die Romantik.

Zwei Konzertteile

Beide Konzertteile des Abends begannen mit Werken Anton Bruckners, dessen 200. Geburtstags heuer gedacht wird. Trotz der technischen Schwierigkeiten seiner Werke wurden sowohl die Ouverture in g-moll als auch das Scherzo seiner 4. Sinfonie, welches beim Publikum für besonders großen Anklang sorgte, äußerst solide und mit eindrucksvoller Klagentfaltung des großen Orchesterapparates musiziert.

Nicht weniger begeisternd war das Hornkonzert op. 91 von Reinhold Gliére. Als Solist wirkte David Glaser, der zusätzlich zu seiner technischen Virtuosität äußerst gefühlvoll musizierte. Mit seinen runden Klängen wurde er ganz eins mit dem Orchester, dessen Musiker mit beeindruckendem Können in ihrer Begleitung die lieblichsten, oftmals impressionistischen Klangfarben malten.

Im zweiten Teil folgte Mendelssohns 4. Sinfonie, die „Italienische“, deren Darbietung die Zuhörer auf eine Reise zu beschwingten, südlichen Klängen führte. Dabei beeindruckte die klangliche Vielfalt des Orchesters, verbunden mit hoher Spielfreude und Präzision.

Diese runde Darbietung gelang vor allem auch durch den Dirigenten, welcher sich dieses Jahr als besonders gefühlvoll zeigte, die Musiker gemeinsam mit der Konzertmeisterin Ulla Obereigner optimal koordinierte und dabei seine große Werk- und Fachkenntnis unter Beweis stellte.

In der Zugabe erfreuten Dirigent und Orchester das Publikum noch mit den bekannten Klängen des Hochzeitmarsches aus Mendelssohns „Sommernachtstraum“.

Erstmalig vorangestellt war dem Konzert eine informative Werkeinführung, die vom Dirigenten präsentiert und sehr gut angenommen wurde.

Das Amstettner Symphonieorchester wiederholt dieses Konzertprogramm am 20. Mai um 18 Uhr im Schloss Greinburg – eine Gelegenheit für alle Musikfreunde, diesen Konzertabend (noch einmal) genießen zu dürfen.


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