Donau-Au bei Ardagger bereits teilweise überschwemmt
ARDAGGER (Update 5. Juni, 8 Uhr). Die Donau bei Ardagger ist über die Ufer getreten und hat mehrere hundert Hektar Fläche im Machland Süd geflutet. Wie Bürgermeister Johannes Pressl (ÖVP) berichtet, hat das Hochwasser in der Au in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch (4. auf 5. Juni) den Höchststand erreicht. Im Laufe des Tages sollte die Donau langsam wieder in ihr ursprüngliches Bett zurückkehren und in den kommenden Tagen auch das Augebiet wieder freigeben.

„Es wird allerdings doch länger dauern, da die bayrische Donau den Hochwasserberichten folgend nach wie vor konstant hoch ist. Die Zubringer aus Österreich, wie Inn und Enns, sinken allerdings deutlich. Die Schäden des Hochwassers in der Au und an der Weginfrastruktur in der Au sind noch nicht einschätzbar“, informiert Pressl in seinem Blog.
Während eines Hochwassers sammle sich auch hinter dem Damm in Ardagger Markt immer wieder Wasser – teils vom Hang und teils werde es über gezielte Auftriebsbrunnen aus dem Grundwasser hochgedrückt.
Pressl: „Dieses Wasser muss abgepumpt werden. Ewald Schaurhofer macht das federführend in Vertretung für die Freiwillige Feuerwehr Ardagger Markt beim Pumphaus am Hochwasserschutzdamm – speziell auch in den Nacht- und Feiertagsstunden. An Ewald Schaurhofer darf ich dafür und für die in diesen Fällen stets exzellente und enorm umsichtig Arbeit herzlich Danke sagen.“
Pumpwerk beim Schatzkastl
Von der Öffentlichkeit nahezu unbemerkt werde auch das Pumpwerk des Verbundes in Ardagger Markt beim Gasthof Schatzkastl gesteuert.
„Im Hochwasserfall strömt Wasser hier grundsätzlich dann frei durch. Wenns aber ums Abpumpen des Wassers nach Hochwasser aus dem Augebiet geht, dann bringt dieses Pumpwerk 100 Prozent dieser Leistung. Und außerhalb des Hochwasserfalles wird hier immer dafür gesorgt, dass das Wasser im Augebiet 1,5 Meter tiefer steht als in der Donau“, informiert der Bürgermeister.
Ebenfalls eine wertvolle Einsatzarbeit erledige im Hochwasserfall die Straßenmeisterei Amstetten Nord. Sie sei für die zeitgerechte Sperre der Landesstraße verantwortlich. Und die sei durch die Au bei Hochwässern immer rasch überflutet. Weiters werde nach Abfließen des Wassers auch gleich nachgereinigt. „Danke an den Straßenmeister und sein Team für die stets umsichtige und vorausschauende Arbeit beim Aufstellen der Sicherungseinrichtungen“, betont Pressl.
Unbemerkt von der weiteren Öffentlichkeit laufen dem Bürgermeister zufolge im Hintergrund zu diesen konkreten Arbeiten auch noch Aufstellungen von Tafeln durch die Gemeindemitarbeiter am Radweg, Abpumparbeiten bei den Pumpwerken, Abschieberungsarbeiten beim Kanal und der Kläranlage und nach Ablauf des Hochwassers auch wieder Reinigungsarbeiten – speziell am Radweg, denn „wie das Amen im Gebet wird dann viel Schlamm wegzuräumen sein“, so Pressl.
Die Landesstraße in Richtung Wallsee von Ardagger Markt kommend sei gesperrt. Die Durchfahrt „Empfinger Au“ sei nicht möglich.
Ruhe für Wild und Wald
„Für das Augebiet und auch die Randbereiche bitte ich alle Bürger, weiterhin achtsam zu sein. Vor allem Tiere suchen jetzt Schutz in den Randbereichen und deshalb bitte ich, die Ufer des Überflutungsgebietes möglichst 'in Ruhe' zu belassen“, appelliert der Orts-Chef. Auch Bootsfahrten im Augebiet sollen derzeit nicht unternommen werden.
Aufgrund der jungen Wildtiere sollen diese Bereich auch mit Hunden gemieden werden.
„Ruhe ist gerade in der Zeit des Hochwassers das Beste für Wild und Wald!“, unterstreicht Pressl.


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