Pfarre Viehdorf feiert 275 Jahre Kirchweihe und 250 Jahre Pfarrgründung
VIEHDORF. Die Pfarre Viehdorf feiert heuer ein doppeltes Jubiläum: 275 Jahre Kirchweihe und 250 Jahre Pfarrgründung. Anlässlich dieses besonderen Jahres blickt die Pfarrgemeinde auf eine bewegte Geschichte zurück.

Der erste Sakralbau im Ort entstand bereits im 12. Jahrhundert, vermutlich als Eigenkirche des Rittergeschlechts der Viehdorfer. Kirchenrechtlich zunächst Vikariat von Amstetten, scheint Viehdorf bereits im 13. Jahrhundert als eigenständige Pfarre auf.
Während der Reformation wurde die Gemeinde wieder zur Filiale von Amstetten und entwickelte sich zu einer Hochburg des Protestantismus. Ab 1627 war Viehdorf wieder katholisch, verlor jedoch seine pfarrliche Eigenständigkeit. Der Wunsch nach dieser Eigenständigkeit war wohl auch ein Grund für den weitgehenden Kirchenneubau, der am Donnerstag, 9. Oktober 1750, vom Bischof von Passau geweiht wurde.
Im Jahr 1775 erfüllte sich schließlich der sehnliche Wunsch nach Unabhängigkeit: Viehdorf erhielt wieder einen eigenen Priester – der Grundstein für die heutige Pfarre war gelegt.
Feiern zum Jubiläum
Das Jubiläum wird gemeinsam mit dem Erntedankfest am Sonntag, dem 12. Oktober, gefeiert. Um 10 Uhr findet ein Dankgottesdienst mit Altbischof Klaus Küng statt, musikalisch gestaltet vom Kirchenchor.
Im Anschluss lädt der Pfarrgemeinderat zum Pfarrfest in den Pfarrhof ein. Dabei wird auch ein neu gestalteter Kirchenführer vorgestellt, zudem werden von 12 bis 17 Uhr stündlich Kirchenführungen angeboten.
Zur Einstimmung gibt es bereits am Freitag, dem 10. Oktober, ab 19 Uhr einen Worshipabend mit Musik, Gesang und Gebet. Am Samstag, dem 11. Oktober, lädt die Pfarre um 18 Uhr zur Vesper, dem Abendlob der Kirche, ein. Anschließend besteht die Möglichkeit zur Beichte, musikalisch begleitet von Taizé-Liedern.
Pfarrer Lorenz Pfaffenhuber betont: „Wir wollen an unserem Jubiläumswochenende dankbar sein für unsere Pfarrgemeinschaft und unsere schöne Kirche, die vielen Generationen in Freud und Leid Raum gegeben hat.“


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