Feuerwehr Amstetten: Das sollte man beim Grillen beachten
MOSTVIERTEL. Das Abschnittsfeuerwehrkommando Amstetten gibt Tipps für ein sicheres Grillvergnügen und die fachgerechte Beseitigung von Glut und heißer Asche.

Vielerorts hat die Grillsaison bereits begonnen. „Neben der Gefahr von Verbrennungen ist auch besonders auf die richtige Beseitigung der Asche zu achten – zusätzlich zu den Coronavorschriften“, informiert Stefan Schaub, Abschnittsfeuerwehrkommandant Amstetten Stadt. Vermeintlich abgekühlt, stellt Asche bei falscher Entsorgung noch tagelang ein hohes Brandrisiko dar.
Gefahr von Glut und Asche
Die Risiken von Spiritus und anderen Brandbeschleunigern beim Anfeuern von Grills sind bekannt – die Gefahr von Glut und Asche weniger. Hierbei ist vor allem die Abkühlzeit entscheidend, denn Grillkohle kann bis zu mehrere Tage gefährlich heiß bleiben. „Grillkohle kann noch Tage nach dem Grillen schwere Brände verursachen“, weiß Schaub. Das gilt übrigens auch für Asche aus Öfen und Kaminen: eine Auswertung der Schadensstatistik zeigt, dass bei zahlreichen Bränden heiße Asche als Ursache eine Rolle spielt.
„Empfehlen lange Abkühlzeiten“
„Wir empfehlen lange Abkühlzeiten von bis zu drei Tagen, bis Asche im normalen Hausmüll entsorgt werden kann. Im Griller, bei einer Luftzufuhr von unten, läuft die Verbrennung relativ rasch ab – innerhalb von etwa zwölf Stunden. Unterbindet man jedoch die Luftzufuhr zum Beispiel durch ein Aschebett, so erhält man deutlich längere Gluterhaltungszeiten! Schon ein einfacher Versuch zeigt, dass nach mehr als 24 Stunden noch Glut festgestellt werden kann“, so Schaub.
Wie heiß ist die Asche noch?
Wie heiß die Asche noch ist, lässt sich schwer feststellen. Durch ihre isolierende Eigenschaft dringen die Temperaturen aus dem Inneren schlecht nach außen. Die Überprüfung durch Fühlen mit der Hand stellt also keine geeignete Option dar. „Um auf Nummer sicher zu gehen, sollten die Reste der Grillkohle mit Wasser abgelöscht oder drei Tage in einem feuerfesten Behälter zwischengelagert werden“, erklärt Schaub.
Die Hauptursache von Grillunfällen
„Regelmäßig weist die Feuerwehr auch auf die Hauptursache von Grillunfällen hin: die Nutzung von Brandbeschleunigern wie Spiritus oder Benzin. Diese bergen ein hohes Risiko und sind Ursache für schwere Verletzungen“, so Schaub. Besonders Kinder können die Gefahren nicht einschätzen. Die Behandlung von Brandverletzungen ist langwierig. Auf die Nutzung solcher vermeintlichen „Grillhelfer“ muss also unbedingt verzichtet werden.


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