Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

NÖ. Richtiges Gießen spart Wasser und auch Arbeit. „Natur im Garten“ hat einige Tipps parat.

Ideal für Pflanzen ist das Regenwasser aus der Tonne. (Foto: Natur im Garten/J. Brocks)
Ideal für Pflanzen ist das Regenwasser aus der Tonne. (Foto: Natur im Garten/J. Brocks)

Grundsätzlich gilt, dass standortgerechte und heimische Pflanzen im Garten teilweise ohne oder mit nur mäßiger Bewässerung gut zurechtkommen. Viele andere Pflanzen in Stauden- oder Blumenbeeten und im Gemüsegarten benötigen hingegen bei Trockenheit eine zusätzliche Bewässerung. Gewächse mit weichen Blättern leiden am meisten unter Wassermangel. Wenn Gemüse Knollen oder Blüten ansetzen, ist der Wasserbedarf am größten.

Größere Gieß-Abstände

Seltener und dafür kräftig gießen ist besser als häufig und oberflächlich. „Geringe Wassergaben befeuchten nur die Bodenoberfläche – die Erde trocknet schnell wieder aus. Außerdem bildet sich dadurch das Wurzelsystem nur flach und oberflächlich aus. Werden die Pflanzen intensiv und reichlich, dafür aber in größeren Abständen gegossen, werden sie gezwungen, ihre Wurzeln tiefer in den Boden zu leiten“, erklärt Katja Batakovic, fachliche Leiterin von „Natur im Garten“.

Morgens gießen

Am besten ist es, morgens zu gießen. Tagsüber verdunstet zu viel Gießwasser. Die Wassertropfen auf den Blättern wirken wie optische Linsen und können Brandflecken verursachen. Gießt man abends, begünstigt man wiederum Schneckenfraß und die Ausbreitung von Pilzerkrankungen.

Kaltes Wasser ist ein „Schock“ für Gemüse

Vor allem wärmeliebendes Gemüse wie Paprika, Paradeiser, Gurken und Kürbisse verträgt es nicht, mit kaltem Wasser gegossen zu werden. Überbrausen mit kaltem Gartenschlauchwasser ist für diese Gemüsearten ein „Schock“. Am besten ein paar Gießkannen füllen und bis zum nächsten Morgen stehen lassen.

Regenwasser aus der Tonne

Ideal für die Pflanzen ist natürlich das Regenwasser aus der Tonne. Das Wasser kann so die Umgebungstemperatur annehmen. Ob aus der Leitung, aus der Regentonne oder mit der Gießkanne: man sollte generell nur den Wurzelbereich gießen, um Pilzkrankheiten auf den Blättern vorzubeugen.

Mulchen

Übrigens: Durch Mulchen kann die Verdunstung des Wassers aus dem Boden stark eingeschränkt werden! Wenn möglich Mulchmaterial aus dem eigenen Garten wie etwa Stroh, angetrockneten Grasschnitt, Ernterückstände oder gehäckselte Zweige verwenden. Da die luftreiche Mulchschicht gut dämmt, erwärmt sich der Boden tagsüber langsamer und erreicht geringere Temperaturspitzenwerte als unbedeckter Boden.

Sickerschläuche zur automatischen Bewässerung

Tipp: Im Gartenfachhandel sind Sickerschläuche erhältlich, die im Garten auf der Erdoberfläche verlegt werden können und für jene geeignet sind, die eine automatische Bewässerung bevorzugen. Aus dem Schlauch tröpfelt das Wasser direkt zum Wurzelbereich der Pflanzen. Das hilft dabei, Wasser zu sparen.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden