Schachverein Amstetten startet Nachwuchsinitiative "Schachmeister von Morgen"
AMSTETTEN. Mit Beginn der neuen Saison hat der Schachverein Amstetten seine Nachwuchsinitiative „Schachmeister von Morgen“ lanciert. Ein mehrköpfiges Team von Trainern sowie erfolgreichen Kaderspielern übernimmt ab sofort die koordinierte Planung und Umsetzung des Nachwuchstrainings in der Bezirkshauptstadt. Die Kooperation mit dem Österreichischen Schachbund ermöglicht zusätzliche Angebote.

„Ich selbst war Feuer und Flamme, als ich das erste Mal mit Schach in Berührung kam“, erinnert sich Initiator und Trainingsplaner Thomas Prauchner an seine Anfänge im Umgang mit den 64 schwarzen und weißen Feldern.
Dass Schach von vielen als kompliziert oder gar langweilig wahrgenommen wird, versteht der Neuhofner überhaupt nicht. „Schach ist und kann so viel mehr“, beginnen seine Augen zu strahlen, wenn er über sein Ziel zu sprechen beginnt.
„Wir bieten den Heranwachsenden ein Umfeld, in dem sie gerne und regelmäßig lernen können, um sich gezielt und in ihrem eigenen Tempo weiterzuentwickeln“, bringt es der Familienvater auf den Punkt.
Spaß steht im Vordergrund
Natürlich versuche man, die Teilnehmenden auf spätere Einsätze in einer der mittlerweile sieben Mannschaften vom Schachverein Amstetten vorzubereiten, aber das sei nicht das vordergründige Ziel. Vielmehr geht es den Vereinsverantwortlichen darum, Interessierten eine Alternative mit Gleichgesinnten zu bieten, um Zeit abseits von Handy, Spielkonsole oder anderen Ablenkungen des täglichen Lebens zu erleben.
Für Anfänger und Hobbyspieler
Das Programm „Schachmeister von Morgen“ richtet sich an Anfänger und Hobbyspieler gleichermaßen. „Wer die grundlegenden Taktiken und Strategien des Schachspiels erlernen oder vertiefen möchte“, so Prauchner weiter, „sollte auf alle Fälle zum Schnuppertraining vorbeikommen“.
Im Vereinslokal des Schachvereins Amstetten, dem Volksheim Allersdorf (Winklarner Straße 6), treffen sich Schachbegeisterte Jugendliche und Junggebliebene jeden Freitag ab 17 Uhr zum gemeinsamen Lernen und Spielen.
Individuell schneller als Ziel
Um den individuellen Bedürfnissen gerecht zu werden, werden die Trainingsinhalte für die zukünftigen „Schachmeister von Morgen“ auf die jeweilige Spielstärke angepasst, womit das persönliche Weiterkommen sichergestellt ist. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich.
Angebot wird künftig intensiviert
„Schachmeister von Morgen“ nutzt auch das Angebot des Österreichischen Schachbunds (ÖSB), um die Weiterentwicklung der Mädchen und Burschen voranzutreiben. Mit FIDE-Meister Florian Mostbauer, dem Nachwuchskoordinator für Nieder- und Oberösterreich, wurde Anfang November – zum wiederholten Mal – ein arrivierter Spieler beziehungsweise Trainer ins Mostviertel geholt, um den Wissensstand der Teilnehmer zu erweitern.
„Dass an einem Sonntag mehr als 30 Interessierte aktiv am Unterricht teilnehmen, zeigt, dass man mit der Initiative am richtigen Weg ist“, freut sich auch der Vortragende. „Der Schachverein Amstetten ist einer der Stützpunktvereine, mit denen wir zusammenarbeiten“, erklärt der Nachwuchskoordinator des ÖSB.
„Eigene Maßnahmen der Vereine werden vom Verband gerne unterstützt. Im Rahmen des sogenannten K-Projekts vermitteln wir Trainern entsprechendes „Know-How“ für die regelmäßige Trainingsarbeit oder unterrichten – wie im aktuellen Beispiel – gleich direkt vor Ort“, fährt der Meister fort.
Ähnlich sieht es auch Obmann Günter Rauscher. „Beim gemeinsamen Lernen und Analysieren werden unterschiedliche Wege aufgezeigt und diskutiert, die dann im eigenen Spiel Anwendung finden“, freut er sich über die rege Teilnahme und den vollen Erfolg, der auch Spieler anderer Vereine nach Amstetten gebracht hat.


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