Dienstag 28. Mai 2024
KW 22


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

AMSTETTEN. Im Rahmen der von der Weltgesundheitsorganisation ins Leben gerufenen „Europäischen Impfwoche“ stellte Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig (SPÖ) in Sankt Pölten gemeinsam mit Sanitätsdirektorin Regina Klenk eine am 22. April startende mobile Impfaktion vorstellte.

(V. l.) Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Regina Klenk (NÖ Santiätsdirektorin) (Foto: NLK Filzwieser)
(V. l.) Landesrätin Ulrike Königsberger-Ludwig und Regina Klenk (NÖ Santiätsdirektorin) (Foto: NLK Filzwieser)

„Die Durchimpfungsrate gegen Masern ist in den letzten Jahren kontinuierlich nach unten gegangen. Für die Herdenimmunität sind 95 Prozent notwendig, in Österreich halten wir bei alarmierenden 72 Prozent. Gleichzeitig steigen die Fälle exorbitant an: Waren es in Niederösterreich im Vorjahr insgesamt sechs Fälle, so halten wir heuer mit Stand April bereits bei 149“, betonte die Landesrätin und kündigte an, dass der NÖ Impfbus ab 22. April in zehn Städten der fünf Gesundheitsregionen Halt machen werde.

Die Masern-Impfungen seien dabei ohne Voranmeldung kostenlos, für alle Altersgruppen und unbürokratisch möglich. Gleichzeitig bestehe die Möglichkeit, sich über seinen Impfstatus und andere Impfungen informieren zu lassen.

In Amstetten macht der Impfbus am 25. April ab 8.30 Uhr vor der Johann-Pölz-Halle Halt.

Eigenschutz und Herdenimmunität

„Masern sind eine hochgradig infektiöse Krankheit, die nicht nur heftige Verläufe mit sich bringen und langfristig die Gesundheit beeinträchtigen, sondern auch tödlich enden kann. Die mobile Impfaktion ist daher eine wichtige gesundheitspolitische Maßnahme im Sinne des Eigenschutzes und der Herdenimmunität“, unterstrich die Landesrätin.

Zweimalige Impfung als „einzig wirklicher Schutz“ gegen die Masern

Regina Klenk präzisierte, dass ein Masernfall 100 ungeschützte Nicht-Immunisierte anstecken könne: „Erst nach zwei Wochen treten die ersten Symptome auf, die dann zum typischen Masernausschlag übergehen. Vier Tage vor und bis vier Tage nach dem Ausschlag ist man aber hochinfektiös. Neben Entzündungen der Bindehaut, des Mittelohrs, der Lunge etc. kommt es bei einem von 600 Fällen, vor allem bei Kindern, auch zum tödlich verlaufenden Gehirnzerfall“, betonte die Sanitätsdirektorin und appellierte, dass der einzige wirkliche Schutz die zweimalige Impfung sei: „Geimpft werden kann ab dem neunten Lebensmonat, Auffrischungen sind nach drei Monaten vorgesehen. Es kann aber jede Altersgruppe nachgeimpft werden, es gibt keine Überimpfung“.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden