Sieg und Niederlage für Schachverein Amstetten im Mostviertel-Cup
AMSTETTEN. Am Wochenende standen die Halbfinalspiele im Mostviertel-Cup an. Amstetten, der größte Schachverein Niederösterreichs, war gleich mit zwei Mannschaften vertreten.

Während Amstetten XII auswärts gegen den haushohen Favoriten aus Pöchlarn antreten musste, bekam es Amstetten XIII im Volksheim Allersdorf mit dem favorisierten Vorjahres-Cupsieger Sieghartskirchen zu tun. Traum der Amstettner war ein reines Amstettner Finale.
Drei Remis gegen Pöchlarn
Wie im Landesliga-Match vor einer Woche verstärkte Pöchlarn seine Mannschaft mit Spielern aus der Staatsliga. Die Amstettner waren dennoch hochmotiviert und fest entschlossen, ihr Bestes zu geben. Das Schlachtenglück schien ihnen zunächst hold zu sein. Doch die vorteilhaften Partien von FIDE-Meister Erwin Rumpl, Franz Rechberger und Jungstar Thomas Wadsack versandeten alle im Remis.
Aus für Amstetten XII
Nationaler Meister Wolfgang Wadsack, der seine Partie schon gewonnen glaubte, verlor sogar noch nach fünf Stunden schweren Kampfes. So endete der Final-Traum für Amstetten XII besonders tragisch: Aufgrund der speziellen Regeln im Cup hätte viermal Remis zum Finale gereicht, da sich in diesem Fall das Elo-schwächere Team durchsetzt.
Amstetten XIII gegen Vorjahressieger Sieghartskirchen
Das Glück des Tüchtigen war dafür Amstetten XIII als krassem Außenseiter gegen Sieghartskirchen, den Vorjahres-Sieger des Mostviertel-Cups, hold. Vier hochspannende Partien entwickelten sich im Verlauf des Matches. Auf Brett 4 musste sich Johann Wiesinger geschlagen geben. Auf Brett 1 spielten sich zum Ende der ersten Zeitkontrolle (je zwei Stunden für 40 Züge) hektisch wirkende Szenen ab. Amstettens Pero Dumancic setzte sich aber schließlich durch.
Zwei Punkte reichten für den Sieg
Mannschaftskapitän Michael Tieber konnte am dritten Brett in der Zeitnotphase des Gegners die geschwächte Struktur ausnutzen und die Partie zu seinen Gunsten beenden. Durch die speziellen Regeln des Cups und den Sieg auf Brett eins reichten diese zwei Punkte den Amstettnern schon für den Sieg. Im „Generationenduell“ kämpfte der Senior Meisterkandidat Helmut Thierjung trotzdem weiter bis zum Ende gegen seinen starken jungen Gegner, den amtierenden niederösterreichischen U18-Landesmeister. Als beide Spieler nur noch weniger als zwei Minuten auf der Uhr hatten, konnte Thierjung seinen Gegner Matt setzen.
Finale gegen Pöchlarn
Die Begegnung von Amstetten XIII gegen Sieghartskirchen III endete nach der Maximalspieldauer von fünf Stunden sensationell mit 3:1. Das Finale des Mostviertel-Cups, das am 16. Februar stattfindet, lautet somit Pöchlarn gegen Amstetten XIII. Der Sieger des Mostviertel-Cups wird im Mai gegen die Cupsieger beziehungsweise Meister aus den anderen niederösterreichischen Vierteln antreten.


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