Zwei Niederlagen für den SKU Ertl Glas Amstetten
AMSTETTEN. Auch in den letzten beiden Heimspielen der Saison gegen den FAC Wien und gegen Rapid Wien II ging der SKU als Verlierer vom Platz, hält aber dennoch Platz 11 in der Tabelle. Am kommenden Sonntag muss Amstetten in der letzten Runde bei Schlusslicht Horn antreten.

Beim Heimspiel gegen den FAC Wien entschieden ein früher und ein später Treffer das Spiel zu Gunsten der Gäste. Resultat: 0:2 (0:1). Ein Ausschluss gegen Philipp Offenthaler kurz nach der Pause spielte den Wienern in die Karten, die sich am Ende für die Niederlage in der Hinrunde revanchieren konnten.
Offensiver Start
Beide Mannschaften versuchten gleich von Beginn weg, offensive Akzente zu setzen. Den ersten Abschlussversuch der Partie gab es für die Heimischen durch Roman Alin, der den Ball aus 20 Metern aber genau in die Hände des Torhüters beförderte. Im Gegenzug kamen die Gäste zur ersten Chance und jubelten prompt. Marco Sahanek zirkelte einen Cornerball direkt zur kurzen Stange und schon war der Ball zum 0:1 im Tor.
SKU spielte mutig nach vorne
Der SKU aber ließ sich von dem frühen Rückstand nicht irritieren und spielte weiter mutig nach vorne. In der 12. Spielminute setzte David Peham den Ball aus vollem Lauf nur knapp neben die Stange. Nach 20 Minuten bekamen die Amstettner die Oberhand und drängten auf den Ausgleich. Vor allem die Stürmer Peham und Ouedraogo behaupteten immer wieder den Ball, gegen die gutstehende Floridsdorfer Hintermannschaft fehlte aber der letzte Nachdruck. Der FAC hatte sich zurückgezogen, lauerte auf Konter und kam vorwiegend durch Standardsituationen zum Abschluss. Eine erneute Ecke von Sahanek fand am zweiten Pfosten Krasniqui, der artistisch zum Fallrückzieher ansetzte aber das Tor verfehlte. Es blieb bei der knappen FAC-Pausenführung.
SKU in zweiter Hälfte in Unterzahl
Unmittelbar nach Wiederanpfiff fanden die Wiener die nächste Großchance vor. Wieder segelte ein Sahanek-Corner gefährlich in den Strafraum, Elias Felber setzte den Ball aber freistehende vom Elfmeterpunkt doch deutlich über das Tor. In der 49. Spielminute setzte es für den SKU einen herben Nackenschlag. Philipp Offenthaler sah nach einem Foul an Sahanek die zweite Gelbe Karte und musste vorzeitig vom Feld.
Der FAC hatte in der 65. Minute eine riesige Chance, um die Führung auszubauen. Nach einem Fehlpass von Ammerer sprinteten drei Gegenspieler auf das Tor von Dennis Verwüster zu. Sahanek legte quer auf Drozd, der jedoch allein vor dem Torwart die Kugel weit übers Tor hämmerte. Weniger Glück hatte in dieser Phase Startelf-Debütant Stefan Goldnagl, der angeschlagen vom Feld musste. Der junge Abwehrspieler zeigte eine starke Leistung und hat im SKU-Dress eine Talentprobe abgegeben.
Chance auf Ausgleich
Wenige Minuten später fanden die Heimischen die bisher wohl größte Chance auf den Ausgleich vor. Der eingewechselte Patrick Schagerl zog vom Strafraumende ab, der Schlussmann konnte den Ball nicht festhalten und Musa Allis Abstauber wurde von einem Abwehrspieler gerade noch von der Linie gekratzt. In der 89. Spielminute sorgten die Gäste für die endgültige Entscheidung. Nach einem Ballverlust in der eigenen Hälfte stand Milan Jurdik allein vor dem Tor und vollendete nach Zuspiel von Sahanek eiskalt zum 0:2-Endstand.
SKU Ertl Glas Amstetten – SK Rapid Wien II 2:3 (1:2)
Auch im letzten Heimspiel der Saison gelingt unter dem scheidenden Trainer Joachim Standfest nicht der erhoffte Sieg. Eine starke erste Halbzeit war am Ende zu wenig, die jungen Rapidler drehten mit einem Energieanfall nach der Pause das Spiel. Am Ende fehlte Amstetten auch das nötige Glück für den Ausgleichstreffer.
Lukas Deinhofer zu Beginn im Mittelpunkt
Wenige Minuten des Abtastens waren verstrichen und der SKU schaltete den Vorwärtsgang ein. Schon der zweite Angriff führte zum frühen ersten Tor im letzten Heimspiel des Spieljahres. Lukas Deinhofer verlängerte einen von einem Rapid-Verteidiger abgefälschten Flankenball über Keeper Hedl hinweg zum 0:1 ins Netz. Der Torschütze zog aber nur zwei Minuten später die Notbremse im Strafraum und holte seinen Gegenspieler von den Beinen. Dennis Verwüster löste aber das Problem und hielt den schwach geschossenen Elfer von Dragoljub Savic (8.).
Die Grün-weißen ließen sich davon nicht beirren und drängten weiter auf den Ausgleich. Der SKU hätte im Konter in dieser Phase den zweiten Treffer nachgelegen müssen, Kovacec konnte die Flanke von Christian Lichtenberger aus aussichtsreicher Position aber nicht verwerten (12.). Die Rapidler fanden in dieser hektischen Anfangsphase auch die eine oder andere gute Torchance vor.
Amstetten legt einen Treffer nach
Der SKU befreite sich nach einer halben Stunde vom Druck der Hütteldorfer und bewies an diesem Nachmittag hohe Effizienz. Die dritte SKU-Chance brachte das 2:0 durch Alin Roman. Ein schön gespielter Angriff von Can Kurt und Alin Roman über die linke Seite führte zu diesem schönen Treffer. Roman nahm das flache Zuspiel ideal mit, zog in den Strafraum hinein und verwertete souverän in die linke Ecke.
Rapid trifft kurz vor und kurz nach der Pause
Aus einem weiten Einwurf von der rechten Seite konnten die Hütteldorfer kurz vor der Pause dann aber verkürzen Die Rapidler gewannen das Kopfballduell im SKU-Strafraum und Marko Dijakovic staubte zum 1:2-Halbzeitstand ab. Die Rapidler reagierten zur Pause und nahmen einen Vierfachwechsel vor. Die Maßnahme trug auch prompt Früchte, denn aus einem Eckball von der linken Seite schnürte Dijakovic einen Doppelpack und traf mit dem Kopf zum 2:2-Ausgleich (48.).
Marko Bozic ließ die Gäste bald ein weiteres Mal jubeln. Der eingewechselte Mittelfeldmann kam im Strafraum völlig frei zum Ball und verwerte mit einem präzisen Flachschuss in die lange Ecke zum 2:3 (59.). Die Wiener legten quasi eine Rapid-Viertelstunde ein in der sie die Partie tatsächlich drehten. Nicolas Binder kam bei einem weiteren Angriff der Wiener gegen Verwüster um einen Hauch zu kurz (65.). Amstetten gab in der ersten Viertelstunde nach Wiederbeginn nur aus einem guten Roman-Freistoß ein Lebenszeichen im Angriff ab.
3fach-Tausch
Darauf reagierte Trainer Joachim Standfest und nahm in der 67. Minute einen 3fach-Tausch vor. Issiaka Ouedraogo traf nach Schagerl-Flanke auch prompt ins Tor, die Fahne des Assistenten war aber sofort hoch gegangen (68.). Auf der Gegenseite sorgten die Gäste immer wieder für Gefahr und hätten in der 75. Minute die Partie beinahe entschieden. Ein Drop-kick aus der Drehung zischte aber knapp am langen Kreuzeck vorbei.
SKU auf Angriff
Amstetten warf in der Endphase alles nach vorne und griff auf Biegen und Brechen an. Zunächst scheiterte David Peham nach Ouedraogo-Flanke mit einem Kopfball an Niklas Hedl (87.) und Daniel Scharner setzte das Leder in der 89. Minute ans Lattenkreuz. Das Spielglück war dem SKU in dieser Phase nicht gerade als hold. Das Spiel war bezeichnend für die ganz Saison, am Ende reichte es für Standfest & Co nicht für einen Punktgewinn.


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