VCA Amstetten NÖ voll Zuversicht fürs Viertelfinale
AMSTETTEN. In der gut gefüllten Universitätssporthalle Lausanne lieferten sich Lausanne UC und VCA Amstetten NÖ einen packenden Kampf über fünf Sätze. Am Ende gewannen die Gastgeber knapp mit 3:2. Das nährt die Zuversicht für das Heimspiel am Mittwoch.

„Es ist schon der Wahnsinn, was für Auftritte wir international derzeit abliefern. Ein Kompliment an mein Team, welches sich erneut gegen einen starken Gegner toll präsentiert hat“, freute sich VCA-Sportdirektor Michael Henschke trotz der knappen Niederlage zum Auftakt des Achtelfinal-Duells. Gut dagegengehalten „Mit ihrem Hauptangreifer aus Kuba, der im vorigen Jahr noch in der ersten italienischen Liga gespielt hat, sind sie richtig stark. Aber wir haben dagegengehalten und da sieht man, was wir für ein gutes Spiel abgeliefert haben“, fügte Henschke an und sprach Ramirez an, der mit 32 Punkten der Topscorer auf Seiten der Schweizer war. Die Gastgeber starteten besser in die Partie, konnten zu Beginn eine kleine Führung aufbauen, die der VCA aber wieder ausgleichen konnte. Doch am Ende setzten sich die Lausanner mit 25:21 durch.
Der zweite Durchgang war dann eng umkämpft. In der finalen Phase erarbeitete Libero Lauris Ochaya, der als Außenangreifer das Europapokalmatch für den VCA bestritt, mit einer tollen Serviceserie drei Satzbälle, von denen die Mostviertler den zweiten zum 23:25 nützten. Umkämpftes Match Im dritten Durchgang blieb es ein eng umkämpftes Match. Die Niederösterreicher hielten den vielen Angriffen der Schweizer stand, unterlagen aber, wie schon im Eröffnungsdurchgang, mit 25:21. Doch die Europacupfighter aus Amstetten steckten nicht auf, drückten auf den erneuten Satzausgleich und nach dem 21:25 ging es in einen entscheidenden fünften Satz. In diesem unterlagen sie mit 15:10.
„Wir haben trotzdem eine gute Ausgangslage für das Rückspiel. Ich freue mich schon auf den Mittwoch, denn mit den Heimfans im Rücken könnten wir die nächste Sensation schaffen und unter den besten acht Teams Europas zu stehen wäre einfach nur herausragend“, blickte der VCA-Sportdirektor auf das Rückspiel voraus, dass am 19. Jänner um 20:15 Uhr in der Johann-Pölz-Halle stattfindet und die beiden Teams nochmals um den Einzug in das Viertelfinale rittern.
„Wir haben sicherlich noch alle Karten selbst in der Hand. Es gab viele Up- und Downphasen in unserem Spiel in der Schweiz und trotzdem ging es in einen entscheidenden fünften Satz. Können wir eine bessere Leistung abrufen, wie wir es beispielsweise in Sofia in der vorhergehenden Runde gezeigt haben, dann können wir die Partie und damit das Duell für uns entscheiden“, ist sich VCA-Kapitän Florian Ringseis sicher.
Der 29-jährige Nationalteamspieler wechselte zu Saisonbeginn vom deutschen Erstligisten Bisons Bühl nach Amstetten, übernahm dort die Kapitänsschleife und ist der Leader am Feld der heuer vor allem im Europacup so erfolgreichen Mannschaft. Seine internationale Erfahrung ist eines jener Asse, die VCA-Trainer Andrej Urnaut am Mittwoch in der Johann-Pölz-Halle ausspielen will.„Wenn wir Lausanne mit einem guten Service dazu zwingen langsamer zu spielen, dann werden wir im Block und in der Verteidigung erfolgreicher sein als im Hinspiel“, weiß Ringseis. Dort unterlagen die Niederösterreicher vor wenigen Tagen nur knapp in fünf Sätzen, weswegen ein 3-0 oder ein 3-1 für einen direkten Aufstieg in das Viertelfinale reichen würde.Nur bei einem Fünfsatzsieg des VCA würde ein weiterer Entscheidungssatz, der so genannte Golden-Set warten. Gewinnen die Gäste aus der Schweiz, dann wäre das Europacupabenteuer der Niederösterreicher beendet.


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